Jana-Marie über „Lilo auf Löwenstein“

Lilo auf Löwenstein - Ponyzähmen leicht gemacht

Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach, beschreibt „Lilo auf Löwenstein – Ponyzähmen leicht gemacht“ von Mara Andeck:

Kennst Du das? Du findest jemanden anfangs total doof und später werdet ihr best friends? Du hast Streit angefangen und findest keinen Weg, Dich zu versöhnen, wobei es doch gemeinsam viel cooler wäre. Du hast manchmal Angst vor etwas und/oder kannst Geheimnisse schwer geheim halten?

Also ich kenne das und Lilo auch, aber jetzt fang ich erstmal ganz vorne an.

Wer Band 1 von Lilo auf Löwenstein noch nicht kennt, lernt in der Einleitung alle wichtigen Personen kennen. Lilo und Anni sind Freundinnen. Ihre Familien wohnen auf Schloss Löwenstein und Annis Mama erwartet ein Baby. Gemeinsam planen sie das neue Kinderzimmer und müssen noch viel erledigen. Das ist extrem witzig, weil die Eltern total unterschiedlich sind – Annis Eltern sind sehr chaotisch und kreativ, Lilos Eltern perfekt organisiert und ordnungsliebend. Außerdem ist da noch die befreundete Familie von David, der oft zu Besuch auf Löwenstein ist. Das Schloss gehört einem Grafen und sein Enkel Golo ist ein typisches Grafensöhnchen, das niemand mag.

In diesem Buch geht es um zwei wichtige Dinge:

In Band 1 haben Lilo und Anni einen geheimen verschlossenen Raum entdeckt, den sie unbedingt vergessen wollen, weil sie sonst wahrscheinlich ihre Wohnung im Schloss verlassen müssten. Dies ist aber total schwer und weil sie das Geheimnis nicht mit den anderen teilen dürfen, entsteht ein blöder Streit. Sie nennen das Geheimnis „Duweißtschonwas“ und ob sie den Eingang finden werden, müsst ihr selbst herausfinden.

Das zweite Ereignis kann die Mädels von „Duweißtschonwas“ ablenken: Golo bekommt ein Pony, vor dem er extrem Angst hat. Lilo und Anni geht es da nicht anders, aber im Laufe der Geschichte müssen sie sich dann doch ihren Ängsten stellen. Wie das ausgeht, verrate ich hier natürlich nicht.

Ob dem Streit eine Versöhnung folgt, Golo wirklich so blöd und das Pony echt gefährlich ist, das erfahrt ihr im Buch. Das ist jetzt mein Geheimnis…

Eines möchte ich aber doch verraten: Die Autorin schreibt momentan gerade den dritten Band und da gibt es noch ein großes Rätsel zu lösen! Ich kann es kaum erwarten.

Also heißt es auch diesmal wieder:
Ende. Erst mal …

Lilo auf Löwenstein - Ponyzähmen leicht gemacht
Lilo auf Löwenstein – Ponyzähmen leicht gemacht
von Mara Andeck
239 Seiten; ab 9 Jahren
2017 Boje

Lena über „Polly Schlottermotz“

Polly Schlottermotz - Attacke Hühnerkacke

Lena, 14 Jahre aus Innsbruck, schreibt über „Polly Schlottermotz – Attacke Hühnerkacke“ von Lucy Astner:

Polly ist kein gewöhnliches Mädchen, nein, sie ist ein Vampir. Gemeinsam mit ihrer Freundin Isabella, ihrem Fledermäuserich Adlerauge und ihrer Tante Winnie leben sie in einem Hausboot. Diesen Sommer wollten sie eigentlich in die Grotte des Vergessens reisen, um Isabellas versteinerte Familie zu finden, aber dann ereilt sie ein Hilferuf aus dem kleinen Dorf Kalifornien an der Ostsee, und Polly und Isabella müssen Pollys gestresster Mutter zu Hilfe kommen. Pollys Vater hat nämlich die Masern und stellt jede Menge Unsinn an.

Dann geschehen komische Dinge: Zuerst verschwinden Werkzeuge und Bühnenbilder von Pollys Mutter und dann auch noch Pollys Pferd Gulasch. Die Nachbarn haben Hühner, die immer aus dem Stall ausbrechen und überall Verwüstung stiften, und ein rotes Huhn jagt Pollys Papa kilometerweise über die Felder. Dann tauchen äußerst verdächtige Theaterleute auf, die überall ihre Nase hineinstecken. Zu allem Überfluss dürfen die Mädchen nicht vergessen ihren Blutorangensaft zu trinken, denn sonst stiftet der Vampirschwindel auch potzblitz-große Verwirrung auf der Zunge. Abhilfe schaffen da nur Pollys Vampirkräfte, die ihr schon des Öfteren aus der Patsche geholfen haben.

Obwohl dieses Buch zwar eigentlich für 8-10 Jährige empfohlen wurde, musste auch ich beim Lesen fast durchgehend grinsen. Ein wirklich potzblitz-witziges Buch!!!

Polly Schlottermotz - Attacke Hühnerkacke
Polly Schlottermotz – Attacke Hühnerkacke
von Lucy Astner
224 Seiten; ab 8 Jahren
2017 Planet!

Iris über „Pippa – Mein halbes Leben ist ein Ponyhof“

"Pippa - Mein (halbes) Leben ist ein Ponyhof"

Iris, 10 Jahre aus Bergheim, schreibt über „Pippa – Mein halbes Leben ist ein Ponyhof“ von Barbara Tammes:

Die 12jährige Pippa lebt in zwei Welten: Unter der Woche lebt sie bei ihrer Mutter in einem etwas heruntergekommenen Ponyhof am Land, reitet, mistet Ställe aus und geht zur Schule. Am Wochenende wohnt sie bei ihrem Vater in einem schönen Haus in der Stadt, trinkt Chai Latte, trägt teure Designer-Klamotten und wird verwöhnt. Sobald das Wochenende vorbei ist, muss sie alles, was sie am Wochenende bekommen hat, wieder abgeben. Pippa hat eine beste Freundin in der Stadt und eine beste Freundin am Land und findet ihr Leben in Ordnung. Aber als ihr Vater sie dann fragt, ob Pippa zu ihm ziehen will, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Will sie weiterhin mit ihrer kleinen Schwester Poppy auf dem Ponyhof leben oder zu ihrem Vater, seiner neuen Frau Tessa und ihrem Halbbruder ziehen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend und vielseitig war. Außerdem ist sehr viel passiert, das man nicht erwartet hat.

Pippa - Mein (halbes) Leben ist ein Ponyhof
Pippa – Mein (halbes) Leben ist ein Ponyhof
von Barbara Tammes
192 Seiten; ab 10 Jahren
2017 Coppenrath

Phylis über „Im Galopp ins Abenteuer“

Im Galopp ins Abenteuer Die Reise der Zauberponys

Phylis, 9 Jahre aus Rietz, bespricht „Im Galopp ins Abenteuer – Die Reise der Zauberponys“ von Poppy Shire:

„Da ist ein Karusell! Können wir dort hin?“ Da die kleine Schwester von Kati im Jahrmarkt plötzlich verschwindet, kommt das Karusell gerade recht. Kati sucht sich ein Pferd aus und los geht die Fahrt. Dabei verwandelt sich ihr Pferd in ein echtes Pferd namens Rainbow. Sie selbst ist auf einmal angezogen wie eine echte Reiterin. Kati und ihr Pferd reiten zu Rainbows Familie und das nicht ohne Grund. Kati rettet Pferde aus dem brennenden Stall und versucht einen Fohlenverkauf zu verhindern.

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es ist einfach total nett! Ich habe immer mitgefühlt, ob das Fohlen nun verkauft wird oder nicht. Die Kapitellänge ist super!

Im Galopp ins Abenteuer
Im Galopp ins Abenteuer
von Poppy Shire:
106 Seiten; ab 7 Jahren
2006 Arena

Hannah über „Erdbeersommer“

Erdbeersommer

Hannah, 11 Jahre aus Oberperfuss, berichtet über „Erdbeersommer“ von Ilona Einwohlt:

In der Schule gilt Liv als ein Außenseiterin. Obwohl Livs Mama sich sehr um ihr Outfit, ihren Haarschnitt und noch tausend andere Sachen kümmert, ist Liv nicht beliebt. Nur bei dem Hof ihrer Tante Isodora kann sie einmal der Mensch sein, der sie wirklich ist. Ohne das sie jeden Tag auf ihr Aussehen schauen muss. Dort kann sie ihre Ferien richtig verbringen. Ob sie nun mit ihrem besten Freund Finn Eis isst oder mit ihrer Freundin um die Wette reitet.

Liv ist in Eliyah verliebt. Naja zumindest denkt sie das. Eliyah ist der angesagteste Junge in ihrer Klasse. Und vor den Ferien hat er ihr seine Nummer gegeben und versprochen ihr zu schreiben. Sie schaut immer wieder auf ihr Handy, aber ihr Posteingang bleibt leer.

Und das war lang noch nicht alles. Auch auf dem Hof läuft nicht alles ganz nach Plan. Ihre beste Freundin Mareike hat einen Freund und lässt sich nicht mehr oft blicken. Finn muss in der Restaurantküche seiner Eltern einspringen. Das war zwar immer sein Traumberuf, aber jetzt war er viel zu viel eingespannt.

Als sie dann auch noch den Fußballstar und Mädchenschwarm Jan Friedrichsen kennenlernt, schlägt ihr Herz ein ganzen Stück höher. Während sie sich hin und her gerissen zwischen Eliyah und Jan fühlt, sieht sie ihre beste Freundin noch weniger als vorher. Und jetzt genau hätte sie jemanden zum Reden gebraucht. Als ihr bester Freund Finn bemerkt, dass sie in Jan verliebt ist, wird er richtig anders und antwortet nur noch kühl auf ihre Fragen.

Trotzdem trifft sie sich weiterhin mit Jan. Als sie dann einen Ausflug in das nebelige Watt unternimmt, findet sie heraus, dass Jan ein Geheimnis hat, über das weder er noch andere reden wollen. Jetzt wird es Zeit, und viel Dinge kommen ans Licht mit denen Liv nie gerechnet hatte….

Welches Geheimnis hat Jan? Werden ihre Freunde wieder mit Liv reden, und sie respektieren?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eher ein Buch für Mädchen, da es für Buben sehe kitschig werden kann. Das alltägliche Leben eines Mädchens wird sehr gut dargestellt, doch für meinen Geschmack ist es doch ein bisschen zu schnulzig.

Erdbeersommer
Erdbeersommer
von Ilona Einwohlt
232 Seiten; ab 11 Jahren
2016 Arena

Marie und Rabea über „Wendy“

Wendy - Das Buch zum Film

Marie und Rabea, 8 Jahre aus Innsbruck, schreiben über „Wendy – Das Buch zum Film“ von Carolin Hecht:

Marie: Wendy entdeckt im Sommer während einer Autopanne das Pony Dixie. Wendy war früher eine tolle Reiterin, aber dann, nach einem Sturz, will sie nichts mehr von Pferden wissen. Dixie ist aber ein besonderes Pferd und kann auch besondere Dinge, und mit ihr freundet sich Wendy dann doch noch an.

In diesem tollen Pferdebuch fand ich aufregend, als Wendy und das Pony Dixie über die Wiese jagten und von Vanessa und ihrem Pferd Tornado verfolgt wurden. Man spürt richtig, wie sie schnell sind wie der Wind. Spannend war auch, als Wendy und Vanessa ins Moor reiten und dort stecken bleiben. Wenn Dixie ihnen nicht geholfen hätte, hätte alles ein böses Ende genommen!

Das spannende Buch hat 200 Seiten, die Schrift ist auch nicht so groß, für geübte Leser ist es aber kein Problem. In der Mitte des Buches kann man sich Fotos vom Film anschauen.

Rabea: Wendy, ihr Bruder und ihre Eltern fahren zu ihrer Großmutter. Die Großmutter wohnt auf einem Bauernhof – Rosenborg. Auf dem Weg dorthin entdeckt sie bei einer Autopanne das Pony Dixie. Wendy rettet Dixie vor dem Metzger und nach vielen Abenteuern sind sie die besten Freunde.

Spannend war, als Vanessa und ihr Pferd Tornado und Wendy mit Dixie ins Moor reiten und beide Mädchen in ein Moorloch fallen. Tornado läuft davon, aber Dixie rettet die Mädchen – das Pony zieht sie mit dem Schweif aus dem Moor. Beide reiten auf Dixie nach Hause.

Das Buch war recht dick und sehr spannend. Wenn man den Film schon kennt, kann man sich beim Lesen wieder super an alles erinnern! In der Mitte des Buches sind ein paar Fotos zum Film.

Wendy, Das Buch zum Film
Wendy, Das Buch zum Film
von Carolin Hecht
240 Seiten; ab 8 Jahren
2016 Egmont Schneiderbuch

Alma über „Wunderpferde!

Wunderpferde

Alma, 9 Jahre aus Sankt Bartholomä, schreibt über „Wunderpferde – Eine Freundin wie Halla“ von Astrid Frank:

Luisa, auch Lulu genannt, kann sich das Pferd Donna zum Schlachtpreis kaufen, weil dieses schwierige Pferd niemand haben will. Für die junge Reiterin ist Donna eine geborene Leitstute, die sich nicht jedem unterordnet. Lulu arbeitet mit dem Pferd nach den Methoden der Horsemanship, bis Vertrauen und Verständigung beiderseits groß genug sind, um auch auf dem Tier zu reiten.

Doch auch dann gelingt es Lulu nicht immer, ihr Pferd ohne Ausreißer durch den Parcours zu führen, sehr zum Gespött und Unmut der anderen Reiterinnen auf dem Pferdegestüt. Die Mädchen befürchten, dass Donna auch im bevorstehenden Turnier ihrer Reiterin nicht gehorchen wird und so die Mannschaftsbewertung für alle vergeigt. Doch das Pferd Donna wird Unglaubliches an diesem Tag vollbringen.

Ich reite nun schon seit fast drei Jahren. Und ich kann sehr gut darüber berichten, wie schwierig es manchmal ist, die Pferde zu führen, sie zum Antraben und Angaloppieren zu bringen. Deshalb kann ich gut nachfühlen, wie es Luisa in dieser Geschichte ergeht.

Fast ein bisschen schade finde ich, dass in diesem Buch der Zickenkrieg so im Vordergrund der Geschichte steht. Auf meinem Reiterhof geht es nicht so gehässig zu. Dafür gibt es keine zickigen und schwierigen Eltern in dieser Geschichte. Auch nicht so übel.

Wenn du dieses Buch lesen möchtest, solltest du schon einiges über den Pferdsport wissen, denn es kommen viele spezielle Wörter darin vor: Horsemanship, Fluchttier – Roundpen, Paddock, Führstrick, Volte….. Diese speziellen Wörter werden in der Geschichte nur selten erklärt. Erst am Ende des Buches gibt es eine Begriffserklärung.

Das wirklich tolle an dieser Geschichte steht allerdings im Anhang geschrieben. Was Donna am Turniertag vollbrachte, hat ein Pferd bei den olympischen Spielen vor vielen Jahren tatsächlich gemacht. Als ich im Anhang dieses tatsächliche Ereignis las, wurde ich noch ein bisschen „pferdenärrischer“.

Wunderpferde - Eine Freundin wie Halla
Wunderpferde – Eine Freundin wie Halla
von Astrid Frank
128 Seiten; ab 8 Jahren
2017 Thienemann

Clara über „All die verborgenen Dinge“

All die verborgenen Dinge

Clara, 12 Jahre aus Igls, bespricht „All die verborgenen Dinge“ von Sarah Moore Fitzgerald:

In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Minty. In ihre Klasse kommen zwei neue Jungen, Martin Cassidy und Ned Buckley. Martin geht nach 18 Tagen wieder von der Schule, aber Ned bleibt. Alle finden ihn seltsam, da er mit niemandem redet, doch Minty ist von ihm fasziniert, weil es ihm egal ist, was die anderen über ihn denken. Sie freundet sich schließlich mit ihm an. Ned ist ein begeisterter, begabter Reiter, der auch viel Verbotenes macht, zum Beispiel ohne Sattel in die falsche Richtung der Straße galoppieren. Da er Minty überredet, bei solchen Sachen mitzumachen, kommen sie beide in Schwierigkeiten und ihnen wird der Kontakt miteinander verboten. Natürlich halten sie sich nicht daran!

Was für einen Erfolg die beiden später bei einem Pferderennen haben werden, ahnt niemand…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es von einer Freundschaft handelt, die trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse immer stärker wird.

All die verborgenen Dinge
All die verborgenen Dinge
von Sarah Moore Fitzgerald
240 Seiten; ab 12 Jahren
2017 Fischer KJB

Marie über „Die schönsten Ponygeschichten“

Die schönsten Ponygeschichten

Marie, 8 Jahre aus Innsbruck, schreibt über „Die schönsten Ponygeschichten“ von Sarah Bosse:

Mir hat gut gefallen, dass das Buch von Pferden handelt – ich mag Pferde sehr. Die Geschichten finden auf dem Reiterhof statt.

Spannend war, als Paul, ein Junge der Voltigiergruppe im ersten Teil der Geschichten für das alte Pony Moritz einen Besitzer gesucht hat. Im zweiten Teil ist Alex dabei, sie macht auch Reiterferien. Allen erzählt sie, dass sie gut reiten kann, bis etwas passiert und rauskommt, dass das gar nicht stimmt.

Schön ist, dass bei beiden Geschichten am Ende alles gut ist!

Vorne am Umschlag ist ein schönes Wackelbild, man kann Sina beim Springen zusehen.
Das Buch hat eine mittelgroße Schrift, hat zwar über 100 Seiten, ist für Kinder in der 2. Klasse aber nicht anstrengend zu lesen!

Die schönsten Ponygeschichten
Die schönsten Ponygeschichten
von Sarah Bosse
ab 8 Jahren, Arena

Jana Marie über „Wendy“

Jana Marie, 7 Jahre aus Steinach, schreibt über „Wendy – das Buch zum Film“ von Carolin Hecht:

Dieses Buch ist nicht einfach ein Pferdebuch, es ist viel mehr.

Wendy hat seit ihrem Reitunfall Angst vor Pferden. Aber das ist noch nicht genug. Seit dem Unfall zieht sie sich zurück. Alle – besonders ihr Vater, der Reitlehrer – erwarten von ihr, dass sie wieder reitet und Freunde hat, aber Wendy hat Angst und schämt sich. Ihre Beinschiene ist eine willkommene Ausrede, doch braucht sie dieses Ding denn wirklich?

Auf einer Fahrt zu ihrer lustigen Oma, die einen einfachen – etwas chaotischen – Reiterhof hat auf dem Wendy schon viele Sommerferien verbracht hat, lernt Wendy während einer Reifenpanne ein Pferd kennen, das der Metzger schlachten möchte. Sie befreit das Pferd, das sie später Dixie nennt.

Die Familie fährt zu Oma Herta, weil Wendys Opa gestorben ist. Die Beerdigung findet Wendy komisch. Das einzig Coole: Oma hat sogar heute ihre Latzhose angezogen! Vor der Tür entdeckt Wendy plötzlich das gerettete Pferd. Damit der Metzger die Stute nicht entdeckt, laufen und reiten beide weg. Die Schiene hindert Wendy zuerst am Aufsteigen, doch das gescheite Pferd legt sich einfach hin, damit sie aufsteigen kann. Die Angst ruft, aber dafür ist jetzt keine Zeit! Wendy sucht rasch ein passendes Versteck und lockt das Pferd, das sie bald Dixie nennt mit einem Trick in den sicheren Unterschlupf.

Während sie ihrer Mama erzählt, dass sie mit ihren Freunden schwimmen war, saust sie zu Dixie und organisiert heimlich Futter und Wasser und beide werden trotz aller Angst Freunde. Bald ist die Beinschiene vergessen und alles dreht sich um das Pferd, das Wendy ganz genau zu verstehen scheint und zu dem auch Wendy endlich wieder Vertrauen aufbauen kann. Die Freundschaft wird aber noch ein paarmal auf eine harte Probe gestellt, denn ihre Konkurrentin Vanessa plant Böses und beim Reiten stürzt Wendy wieder.

Wie die Geschichte ausgeht, möchte ich nicht verraten. Nur soviel, dass es um die Rettung des Reiterhofes, ein Pferdegeheimnis, eine dramatische Rettungsaktion im Moor, falsche Erwartungen von Eltern und das offene Ohr der warmherzigen Großmutter, mutige Freunde und waghalsige Brüder und zuletzt um die Freundschaft zweier Mädchen geht, die früher Erzfeindinnen waren.

Es ist unglaublich, was Tierliebe – besonders zu Dixie und zu einem lustigen Schwein – bewirken kann! Toll finde ich auch, dass man sieht, was Freundschaft und Familie bewirken kann – hilft man zusammen, klappt alles viel leichter. Streit zerstört alles. Und die Angst finde ich als Vorsicht sehr gut, denn sie warnt vor Gefahren. Jeder – sogar Wendys Mutter – hat schon mal Angst und sollte sie ernst nehmen, aber zu viel Angst kann dir die Lebensfreude nehmen … und dagegen muss man etwas tun … am besten gemeinsam mit einem Freund!

Dieses Buch ist für Vielleser ab 7 Jahren geeignet. Wer weniger liest, findet es wahrscheinlich ab 8 oder 9 Jahren toll. Es hat ca. 200 Seiten und das Tollste waren für mich die Bilder aus dem Film in der Buchmitte! Manches habe ich mir im Kopf ganz anders vorgestellt. Der Text ist sehr spannend und oft total witzig geschrieben.

Ich würde dieses Buch nicht nur Pferdefreunden empfehlen, auch Jungs spielen eine Rolle …

Leserattengrüße
von Eurer Jana Marie

Wendy, Das Buch zum Film
Wendy, Das Buch zum Film
von Carolin Hecht
240 Seiten; ab 8 Jahren
2016 Egmont Schneiderbuch