Johanna über Das Herz der Quelle. Sternensturm von Alana Falk

Das Herz der Quelle. Sternensturm

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Das Herz der Quelle. Sternensturm“ von Alana Falk:

Dieses Buch handelt von der „Gemeinschaft des Hohen Rates“, zu dem auch die Magierin Liliana angehört. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, zukünftige Magier auszubilden und auf ihre große Aufgabe, das Verhindern von Naturkatastrophen vorzubereiten. Doch Zaubern können die Magier nur mit einer Quelle, die ihnen die Magie zur Verfügung stellt. Beide, Quelle und Magier, sind sozusagen voneinander abhängig. Die Quelle braucht einen Magier, der die Magie leitet und formt, im Gegensatz muss sich aber auch der Magier darauf einstellen, dass er ohne eine Quelle der Magie nicht mächtig ist.

Leider blicken viele Magier auf Quellen herab, daher werden sie oft nur als „Batterie“ und nicht als Menschen angesehen, da sie die Magie nur verkörpern, aber nicht benutzen können. Auch Liliana legt anfangs diese Denkweise an den Tag, obwohl man im Laufe des Buches merkt, dass sie diese eigentlich nur von all ihren Lehrern und ihren Eltern übernommen hat.

Die Geschichte rund um Liliana findet in Neuseeland statt, was ich einerseits etwas ungewohnt, andererseits aber sehr gelungen und eine willkommene Abwechslung fand, da ich noch kein Fantasy-Buch dieser Art gelesen habe, das nicht in Amerika oder Europa spielt. Liliana, die Hauptperson dieser Geschichte, ist bereits volljährig und wartet darauf, mit einer Quelle verbunden zu werden. Als ihr aber ausgerechnet Chris zugeteilt wird, sinkt ihr Mut. Denn Chris stellt sich gegen Lilianas anfängliche Naivität, das Quellen ihren Magiern in allen Dingen gehorchen müssen und bringt sie dazu, ihre Denk -und Lebenseinstellung komplett umzukrempeln. Doch Liliana wehrt sich gegen ihn, da sie anfangs immer noch in dem Glauben steht, Magier hätten mehr Macht über die Quelle als umgekehrt.

Ihre Mutter bietet ihr einen Gehorsamkeitszauber für Chris an, der ihn stumm und wehrlos gegenüber Liliana werden lässt. Das war so der Punkt, wo es mit meiner Sympathie für die Hauptperson langsam bergab ging, denn anstatt offen und ehrlich mit Chris zu sein und ihre Schwäche zuzugeben, überließ sie es ihrer Mutter, ihn quasi „gefügig“ zu machen. Durch diesen Gehorsamkeitszauber hassen sich die beiden noch mehr als ohnehin schon, und als sie dann auch noch eine Aufgabe, in der es um Leben und Tod geht, bewältigen sollen, scheint das Drama komplett. Denn seit der Verbindungszeremonie haben sie es nicht geschafft, miteinander zu zaubern, was sie aber in dieser Aufgabe unverweigerlich tun müssen. Doch als sie miteinander zaubern, geschieht etwas Seltsames: Durch die Entfesselung der Magie verschwindet der anfängliche Hass so schnell, wie er gekommen ist. Sie fühlen sich sofort körperlich voneinander angezogen, ein Gefühl, das im Buch fälschlicherweise als „Liebe“ bezeichnet wird.

Parallel dazu wird das Buch noch aus Sicht Adaras erzählt, einer Magierin, die ihre Quelle durch einen schweren Unfall verloren hat und sich nun in Rom auf die Suche nach der „Quelle des Sargas“ macht, die ihr helfen soll, ihn wieder von den Toten aufzuerwecken.

Erst ganz am Ende des Buches erschließt sich der Zusammenhang zwischen Liliana und Adara, wozu ich jetzt allerdings nichts Genaueres verraten möchte. Doch ich fand, dass die Autorin diese beiden, so unterschiedlich wirkenden Geschichten sehr geschickt miteinander verknüpft hat.

Am Ende des Buches folgt ein Ereignis auf das andere, und was am Anfang an Spannung gefehlt hat, wird hier doppelt und dreifach wettgemacht. Das Buch hat einen gelungenen, aber für mich etwas unvollständigen Abschluss, der aber zur Geschichte passt.

„Sternensturm“ hat mich wie gesagt nicht vollends überzeugt, da ich vor allem die plötzliche Vertrautheit zwischen den Protagonisten nicht ganz überzeugend fand. Interessant fand ich allerdings, wie die Autorin indirekt das immer aktueller werdende Thema Naturkatastrophen mit der Geschichte verknüpft und so auch aufmerksam darauf macht, dass diese immer häufiger vorkommen und auch nicht immer verhindert werden können. Die Schauplätze Rom und Auckland fand ich gut gewählt, auch wenn ich mich nicht immer so schnell in das doch so unterschiedliche Stadtbild hineingefunden habe.

Im Buch gibt es jede Menge Stoff zum Denken; sehr viele Intrigen, Machtspielchen und verborgene Geheimnisse, was ich positiv fand, denn so wurde mir trotz der anfänglich nicht vorhandenen Spannung nie langweilig. Auch das Cover mit den zwei Figuren vor dem Hintergrund, der dem Weltraum ähnelt, hat mich sofort angesprochen, da es sehr magisch und mystisch wirkt.

Trotz einiger Schwächen war das Buch sehr flüssig geschrieben, auch wenn ich mir persönlich manchmal etwas mehr Details zu der „Gemeinschaft des Hohen Rates“ und der Schauplätze gewünscht hätte.

Das Herz der Quelle. Sternensturm
Das Herz der Quelle. Sternensturm
von Alana Falk
384 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Arena

Lola über „Serafina Black“

Serafina Black und die Tiere der Nacht

Lola, 12 Jahre aus Innsbruck, bespricht „Serafina Black und die Tiere der Nacht“ von Robert Beatty:

Serafina ist nach vielen Jahren, in denen sie im 19. Jahrhundert heimlich im Herrenhaus Biltmore gelebt hat, gut in die Gemeinschaft aufgenommen. Doch niemand weiß, dass Serafinas Mutter einst in eine Berglöwin verwandelt worden ist und Serafina sie jede Nacht besucht. Bei einem dieser Besuche trifft sie auf einen mächtigen Zauberer, der wilde Tiere unter seiner Kontrolle hat. Sie kann gerade noch entkommen, doch nun droht für die Bewohner von Biltmore Gefahr … Serafina ist jedoch wieder mutig und entdeckt ihre Kräfte.

Das Buch war, so wie der erste Band, sehr spannend! Das Umschlagbild hat mich schon sehr neugierig gemacht – das Herrenhaus, Serafina, Wölfe, … An einigen Stellen war die Handlung für mich nicht ganz klar, ich fand es etwas unlogisch, musste nachlesen, aber für Mädchen mit 12 ist es auf jeden Fall ein fesselndes Buch, spezieller als andere Bücher!

Serafina Black und die Tiere der Nacht
Serafina Black und die Tiere der Nacht
von Robert Beatty
368 Seiten; ab 10 Jahren
2017 Egmont Schneiderbuch

Johanna über „SUBmarin“

Submarin

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach schreibt:

Das Buch „SUBmarin“ wurde von Andreas Eschbach geschrieben und ist der 2. Teil seiner Trilogie. Die Hauptperson des Buches heißt Saha Leeds, sie lebt in der Zukunft, in einer Zeit, in der die Gentechnik und gentechnisch manipulierte Menschen schon fast zum Alltag gehören. Sahas Vater ist ein Submarine, eine neue (gentechnisch veränderte) Art des Menschen, die unter Wasser mithilfe von Kiemen atmen, aber meistens nur kurz über Wasser bleiben kann. Ihre Mutter war ein ganz normaler Mensch. Saha wurde an Land großgezogen, besitzt aber ebenfalls Kiemen, mit denen sie sich auch unter Wasser atmen kann.

Im 2. Teil der Saga begibt sich Saha mit einem Schwarm von Submarines auf eine Reise in die Unterwasserwelt, um ihren Vater zu suchen. Die Landmenschen wissen nichts von der Existenz der Wassermenschen, da eine überlieferte Tradition die Submarines gelehrt hat, sich besser von den Landmenschen fernzuhalten. Von den Wassermenschen wird sie als „Mittlerin der Welten“ bezeichnet, mit diesem Begriff kann Saha allerdings vorerst noch recht wenig anfangen, auch weiß sie noch nicht, ob sich ihr Platz nun an Land oder im Wasser befindet.

Nach einer Weile trifft Saha auf den Prinzen der Graureiter, in den sie sich auch schlussendlich verliebt. Doch der König der Graureiter möchte Saha nur ausnutzen, um an Waffen zu gelangen. Und mit der Zeit findet Saha heraus, warum der König so erbittert alles über die Menschen an Land wissen möchte…. Als ein schrecklicher Unfall, den der König herbeigeführt hat, passiert, machen die Landmenschen Jagd auf die Submarines und Saha muss eine schwere Entscheidung treffen, denn auf ewig können sich die Submarines nicht vor den Landmenschen verstecken…

„SUBmarin“ hat mir von der Geschichte her sehr gut gefallen, allerdings ist es, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, bestimmt etwas schwierig zu verstehen. Die Unterwasserwelt mit all ihren Farben wird sehr gut beschrieben, teilweise (vor allem am Anfang) war das Buch etwas langatmig, da sehr wenig passierte, was aber andererseits auch hervorragend zur stillen und eher verlangsamten Atmosphäre der Unterwasserwelt passt. Vor allem am Ende hat mir das Buch am besten gefallen, da sich nun eine Handlung an die andere reiht und es auch sehr spannend geschrieben ist.

Saha wirkt in diesem Band sehr unsicher, da sie noch keine Ahnung hat, ob ihre Bestimmung nun an Land oder im Wasser liegt und ob sie wirklich die von allen prophezeite Mittlerin ist, was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Auch waren die Gefühle von Saha sehr gut geschildert, und insgesamt finde ich auch die anderen Charaktere sehr gut gelungen.

Submarin
Submarin
von Andreas Eschbach
456 Seiten; ab 14 Jahren
2017Arena

Johanna über „GötterFunke. Liebe mich nicht“

GötterFunke. Liebe mich nicht

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, bespricht „GötterFunke. Liebe mich nicht“ von Marah Woolf:

Das Buch handelt von Jessica, die die ganzen Sommerferien zusammen mit ihrer Freundin Robyn in einem Erlebniscamp verbringt. Doch das Camp wurde zum Schauplatz der Götter des Olymp außerwählt. Denn alle hundert Jahre begibt sich der Göttersohn Prometheus (sein menschlicher Name lautet Cayden) auf die Erde und muss ein Mädchen dazu bringen, sich in ihn zu verlieben. Doch nur wenn sie ihm nicht verfällt, gewährt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch: Cayden möchte sterblich sein. Auch Robyn ist wegen seines Aussehens hin und weg von Cayden, wobei die Freundschaft der beiden Mädchen hart auf die Probe gestellt wird. Denn auch Jess hat sich mittlerweile in den gut aussehenden Göttersohn verliebt.

Aber Jess hat eine ungewöhnliche Gabe: Sie erinnert sich an Dinge, die sie längst vergessen haben sollte, z.B. das nur allein die Götter sie und Robyn bei einem tödlichen Autounfall gerettet haben. Robyn kann sich an all das nicht erinnern, und so beginnt Jess immer mehr das seltsame Getue von Cayden und seinen Cousinen und Cousins Athene und Apoll zu hinterfragen, denn Jess weiß nicht, bei wem es sich wirklich um den vermeintlichen Cayden handelt…

Und auch wenn Cayden nicht richtig an die Liebe glaubt, so muss er sich doch selber eingestehen, dass er Jessica mehr als nur mag. Doch erst am Ende entscheidet sich, ob Cayden lieber unsterblich bleibt oder Jessicas Liebe aufs Spiel setzt, um das Spiel der Götter zu gewinnen, den Jess ist ihm hemmungslos verfallen. Nur mit Robyn hätte er noch eine Chance, denn sie hat eigentlich einen Freund… Und dann ist da noch der gruselige Fremde, der nicht nur für die Götterwelt eine Gefahr darstellt…

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, es ist spannend und einfühlsam geschrieben. Besonders gut haben mir am Ende des Kapitels die „Berichte des Geschehens“ vom Götterboten Hermes gefallen, die gut zum Kapitel passen und auch noch mal die Sicht eines Außenstehenden auf die Geschichte zeigen. Auch der Schauplatz (das Camp in den Rockys) ist gut gewählt, denn es passt zur Geschichte und zu den Handlungen äußerst gut dazu. Auch fand ich den Einfall mit den Gottheiten sehr gelungen, denn so habe ich noch viel Interessantes über die Götterwelt gelernt und die Beziehungen der Götter zueinander gut verstanden.

Hinten im Buch werden noch einmal alle Götter (und Titanen, die darf man ja auch nicht außen vor lassen) in einem Stammbaum dargestellt und noch einmal extra beschrieben. So versteht man noch einmal alles viel besser, deswegen würde ich vorschlagen, vor dem Lesen des Buches hinten die Steckbriefe zu lesen, dann ist es teilweise besser zu verstehen. Auch die Figuren sind gut charakterisiert und beschrieben, und ich konnte auch die Gefühle und Gedanken immer sehr gut nachvollziehen.

Insgesamt fand ich vor allem den Gedanken mit der griechischen Mythologie (und das Spiel des Prometheus) sehr einfallsreich. Ein wirklich gutes Buch, das es sich lohnt zu lesen! Das Einzige, was ich kritisieren muss, ist das die Fortsetzung erst im September 2017 erscheint.

GötterFunke. Liebe mich nicht
GötterFunke. Liebe mich nicht
von Marah Woolf
464 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Dressler

Karolin über „Rabenherz“

Rabenherz

Karolin, 13 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „Rabenherz“ von Anja Ukpai:

June ist überglücklich, als sie ihr Stipendium für die Oberstufe der Saint Gilberts High School bekommt, doch ihre Tante ist nicht sonderlich erfreut darüber. Diese ist davon überzeugt, dass June einen uralten Fluch im Gegenzug für ihre große Liebe aufheben wird. Das ist June allerdings vorerst egal, und sie geht trotzdem weiterhin auf diese Schule, wo sie sich auch in Jacob verliebt hat. Ihre Liebe ist allerdings nicht ganz unkompliziert. Und plötzlich geschehen auf Saint Gilberts wirklich seltsame Dinge, und als June dann bis in ihre Träume von einem Raben verfolgt wird, denkt sie doch über die Prophezeihung von Saint Gilberts nach.

Die Geschichte ist einfach wunderschön erzählt und man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Die Spannung wird durch Tagebucheinträge des Rabenlords, Gedichte und Worterklärungen zwischen den Kapiteln gesteigert. Leider löst sich das Rätsel um die Prophezeihung und das Verschwinden mehrerer Personen am Ende nicht wirklich auf, und durch den Epilog wird es noch ein bischen verwirrter. Ansonsten kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.

Rabenherz
Rabenherz
von Anja Ukpai
ab 12 Jahren
368 Seiten, Planet

Marlena über „Die Prophezeiung der Hawkweed“

Die Prophezeiung der Hawkweed

Marlena, 13 Jahre aus Igls, bewertet „Die Prophezeiung der Hawkweed“ von Irena Brignull:

Durch einen Fluch sind die zwei Mädchen, Ember und Poppy, in der Sekunde nach ihrer Geburt vertauscht worden. Deshalb wächst Poppy, die eigentlich eine Hexe ist, in einer Stadt auf. Sie hat die ganze Zeit das Gefühl, dass sie nicht in diese Welt passt, denn es geschehen immer wieder seltsame Dinge und irgendwie werden Tiere von ihr magisch angezogen, vor allem Katzen.

Bei Ember ist es genau umgekehrt: Sie wächst in einem Hexenzirkel auf. Schon am Aussehen merkt man sofort, dass sie hier nicht hinpasst. Auch weil sie große Angst vor Insekten und anderen kleinen Tieren hat, was sehr ungewöhnlich für eine Hexe ist. Eines Tages treffen sich die beiden Mädchen. Nach und nach kommen sie hinter ihr Geheimnis. So bringt Ember Poppy das Hexen bei und Poppy erklärt Ember, wie das Leben außerhalb des Hexenzirkels ist.

Raven, Embers Tante, will unbedingt, dass ihre Tochter Sorrel die neue Hexenkönigin wird. Deshalb passt es ihr gar nicht, dass Poppy von dem Hexenzirkel erfahren hat. Sie schreckt vor nichts zurück, um Sorrel zur neuen Hexenkönigin zu machen…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da alles so genau beschrieben ist, kann man sich gut in die Person hineinversetzen. Außerdem ist das Buch aus zwei Sichtweisen geschrieben, was ich sehr toll finde.

Die Prophezeiung der Hawkweed
Die Prophezeiung der Hawkweed
von Irena Brignull
400 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer Sauerländer

Johanna über „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“

Schattendiebin - Die verborgene Gabe

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“ von Catherine Egan:

Die Hauptperson in diesem Buch heißt Julia. Ihre Geschichte spielt in Spira, einer Stadt, in der Hexen radikal verfolgt und ertränkt werden. Doch auch wenn Julia einige sonderbare Fähigkeiten besitzt, so ist sie doch keine Hexe. Zurzeit ist es ihr Job, als Dienstmädchen in einem reichen Haus geheime Informationen herauszufinden. Praktisch, dass sie sich unsichtbar machen kann.

Doch nicht alle Bewohner trauen ihr von Anfang an, und als noch eine Reihe unerklärlicher Morde geschehen, muss Julia nicht nur möglichst schnell das Geheimnis der mysteriösen Hausbesitzerin herausfinden, sondern sich auch noch vor dem neuen Hausgast in Acht nehmen. Denn auch wenn die hübsche Frau ziemlich harmlos aussieht, so scheint auch sie etwas zu verbergen. Denn jeder, der mit ihr spricht, muss unverzüglich sterben… Als Julia schließlich noch ihren Auftraggeber kennenlernt, muss sie sich entscheiden, ob sie lieber selber sterben will oder ein anderes Leben für das ihre opfert. Denn ihm geht es in Wirklichkeit nicht um geheime Informationen, sondern um etwas viel Wertvolleres….

Das Buch an sich war ganz gut geschrieben und auch gut durchdacht. Doch ich finde, dass die Schauplätze und vor allem die Charaktere(!) besser beschrieben hätten werden können. Auch habe ich eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden, denn im Buch werden sehr viele Namen erwähnt, und so war es gar nicht so einfach, sofort alles zu verstehen. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte klarer beschrieben sein würde, denn teilweise war es auch etwas undurchsichtig und nicht so einfach zu verstehen.

An sich hat mich das Buch etwas an die Hexenverfolgung im Mittelalter erinnert, was ich sehr gut finde, denn so wurden verschiedene Themen miteinander verknüpft. Besonders spannend fand ich die Beschreibung der Morde, denn es wurde immer aus der Sicht des Ermordeten geschildert, und so war es auch teilweise etwas gruselig.

Leider konnte ich nicht viel über das Buch verraten, denn es kommen sehr viele Geheimnisse ans Licht, und so konnte ich in meiner Inhaltsangabe nur vage Andeutungen darüber machen. Also, selber lesen!:-)

Schattendiebin - Die verborgene Gabe
Schattendiebin – Die verborgene Gabe
von Catherine Egan
416 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Ravensburger

Leni über „Chosen – Die Bestimmte“

Chosen - Die Bestimmte

Leni, 15 Jahre aus Mils, rezensiert „Chosen – Die Bestimmte“ von Rena Fischer:

Unter schlimmen Bedingungen kommt Emma zu ihrem Vater nach Irland. Misstrauen, Trauer und viele andere, auch unbekannte Gefühle begleiten sie in diesem neuen Lebensabschnitt. Alleine der Umzug von München ins verregnete Irland ist für sie Aufregung genug, doch dann findet sie mehr über ihre Fähigkeiten heraus und schließlich verliebt sie sich auch noch.

Das Abenteuer ihres Lebens beginnt, als sie als Doppelspionin gegen ihren mächtigen, geheimnisvollen Schulleiter kämpft. Die Situation artet immer mehr aus, und schließlich steckt Emma mitten im Krieg gegen ihren Schulleiter und seinen Anhängern. Als wäre das nicht genug, wird ihre beste Freundin Liz als Druckmittel gegen sie verwendet, und ihr Freund ist ebenfalls in die Hände der Bösen gefallen.

Und dann kommt plötzlich heraus, dass der Tod ihrer Mutter geplant war und Jared nicht ganz unschuldig ist. Werden ihre Gefühle zwischen ihr und der Wahrheit stehen?

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, war ich misstrauisch und kritisch, doch das Buch hat sich ziemlich schnell in eine spannende und außerordentlich fesselnde Geschichte verwandelt. Zeitweise hatte ich das Gefühl, mitten im Kampfgeschehen zu stecken oder neben Emma im Pub zu stehen, in dem das eine oder andere Geheimnis gelüftet wird. Ich empfehle das Buch an alle weiter, die Spannendes und Übernatürliches lieben.

Chosen - Die Bestimmte
Chosen – Die Bestimmte
von Rena Fischer
464 Seiten; ab 13 Jahren
2017 Planet!

Zoe über „Rabenherz“

Rabenherz

Zoe, 12 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Rabenherz“ von Anja Ukpai:

Juniper Adams, genannt June, ist sieben Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Am Tag, als Junes´ Mutter begraben wird, bemerkt June, dass sie mehr sieht als andere. Zudem taucht auch noch die verrückte Tante Phoebe auf. Mit ihr wird das Leben anders. Als June sechzehn wird, bekommt sie als eine von zwei Schülern ein Stipendium für die „Saint Gilberts High School“.

Darüber freut sich natürlich die ganze Familie und ihre Freundin. Aber das Stipendium hat auch Nachteile: June darf nicht zum Michaelmas-Ball gehen, genauso wie der- oder diejenige, die das andere Stipendium bekommen hat. Da ist June natürlich nicht sehr begeistert. Als sie dann auch noch ein geheimnisvolles Skriptum findet, und ihr Lehrer im für Schüler verbotenen Mortlock Park verschwindet, wird die Sache unheimlich. Noch dazu behauptet Junes´ Tante, eine Wahrsagerin zu sein, was sich dann auch bestätigt. Damit wird die Lage ziemlich verzwickt. Wie sich herausstellt kann so eine verrückte Tante aber manchmal sehr nützlich und hilfsbereit sein.

Rabenherz ist ein sehr spannend und aufregend verfasster Roman, genau passend für kleine Pausen und gemütliche Abende.

Rabenherz
Rabenherz
von Anja Ukpai
ab 12 Jahren
368 Seiten, Planet

Marie über „Schattendiebin“

Schattendiebin - Die verborgene Gabe

Marie, 13 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“ von Catherine Egan:

Julia ist nicht nur die beste Diebin und Spionin von Spira, sondern hat noch dazu eine geheime Gabe. Sie kann sich unsichtbar machen. Dieses Talent kommt ihr bei ihrer Arbeit natürlich wie gerufen. Als sie sich in ihrem neuen Job im Haus der reichen Frau Och als Dienstmädchen einschleichen soll, bemerkt sie, dass die Bewohner dieses Hauses noch viel dunklere Geheimnisse haben als sie selbst. Gruselige Geräusche und Begegnungen mit verfolgten Hexen gehören hier offenbar zum Alltag. Bald muss sich Julia entscheiden: Steht sie auf der Seite der Guten oder der Bösen?

Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, da ich mich nur schlecht in die Hauptperson hineinversetzten konnte. Viele auftauchenden Charaktere sind nebensächlich und daher völlig unwichtig für die Geschichte. Da oft Einschnitte aus der Vergangenheit zwischen den einzelnen Kapiteln vorkamen, war es sehr schwer zu lesen und teilweise unverständlich für mich.

Schattendiebin - Die verborgene Gabe
Schattendiebin – Die verborgene Gabe
von Catherine Egan
416 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Ravensburger