Tobias über „So oder so ist das Leben“

So oder so ist das Leben

Tobias, 13 Jahre aus Birgitz, bespricht „So oder so ist das Leben“ von Marie-Aude Murail:

In diesem Buch geht es um die so ziemlich unglücklichste Familie der Welt, Papas Praxiskollegen, und wie sie es schaffen, aus ihrem Unglück herauszukommen. Violaine, die älteste Tochter ist schön, aber sie findet nicht den richtigen Freund. Als sie dann von ihrem letzten Freund schwanger ist, ist das Chaos perfekt.

Ihre kleine Schwester züchtet alle möglichen Wesen auf ihrem Handy, aber sie ist clever und hilft Violaine. Der Bruder ist laut Violaine blöd und oberflächlich, aber Gott sei Dank hat sie noch ihre Freundin Adelaide, die ihr beim Abtreiben hilft. Blöd nur, dass der Arzt für das Abtreiben der unbeliebte Assistenzarzt von Violaines Papa ist, und sich Violaine in den jungen Mann verliebt. Aber lest selbst…

Die Autorin Marie-Aude Murail stammt aus Frankreich und studierte Philosophie. Sie wurde schon mit vielen Jugendbuchpreisen in Frankreich ausgezeichnet, und bekam für ihr zweites Buch „Simpel“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. Sie schrieb auch andere Bücher wie zum Beispiel „Über kurz oder lang“. Es lohnt sich auf jeden Fall mal auf dieser Seite nachzuschauen, und die Bücher von Marie-Aude Murail zu sehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es zeigt, dass auch die schlimmsten Probleme des Lebens eine Lösung haben können. Ich empfehle es für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, da Teile des Buchs etwas „schwierig“ sein könnten.

So oder so ist das Leben
So oder so ist das Leben
von Marie-Aude Murail
256 Seiten; ab 14 Jahren
2014 Fischer KJB

Johanna über „SUBmarin“

Submarin

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach schreibt:

Das Buch „SUBmarin“ wurde von Andreas Eschbach geschrieben und ist der 2. Teil seiner Trilogie. Die Hauptperson des Buches heißt Saha Leeds, sie lebt in der Zukunft, in einer Zeit, in der die Gentechnik und gentechnisch manipulierte Menschen schon fast zum Alltag gehören. Sahas Vater ist ein Submarine, eine neue (gentechnisch veränderte) Art des Menschen, die unter Wasser mithilfe von Kiemen atmen, aber meistens nur kurz über Wasser bleiben kann. Ihre Mutter war ein ganz normaler Mensch. Saha wurde an Land großgezogen, besitzt aber ebenfalls Kiemen, mit denen sie sich auch unter Wasser atmen kann.

Im 2. Teil der Saga begibt sich Saha mit einem Schwarm von Submarines auf eine Reise in die Unterwasserwelt, um ihren Vater zu suchen. Die Landmenschen wissen nichts von der Existenz der Wassermenschen, da eine überlieferte Tradition die Submarines gelehrt hat, sich besser von den Landmenschen fernzuhalten. Von den Wassermenschen wird sie als „Mittlerin der Welten“ bezeichnet, mit diesem Begriff kann Saha allerdings vorerst noch recht wenig anfangen, auch weiß sie noch nicht, ob sich ihr Platz nun an Land oder im Wasser befindet.

Nach einer Weile trifft Saha auf den Prinzen der Graureiter, in den sie sich auch schlussendlich verliebt. Doch der König der Graureiter möchte Saha nur ausnutzen, um an Waffen zu gelangen. Und mit der Zeit findet Saha heraus, warum der König so erbittert alles über die Menschen an Land wissen möchte…. Als ein schrecklicher Unfall, den der König herbeigeführt hat, passiert, machen die Landmenschen Jagd auf die Submarines und Saha muss eine schwere Entscheidung treffen, denn auf ewig können sich die Submarines nicht vor den Landmenschen verstecken…

„SUBmarin“ hat mir von der Geschichte her sehr gut gefallen, allerdings ist es, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, bestimmt etwas schwierig zu verstehen. Die Unterwasserwelt mit all ihren Farben wird sehr gut beschrieben, teilweise (vor allem am Anfang) war das Buch etwas langatmig, da sehr wenig passierte, was aber andererseits auch hervorragend zur stillen und eher verlangsamten Atmosphäre der Unterwasserwelt passt. Vor allem am Ende hat mir das Buch am besten gefallen, da sich nun eine Handlung an die andere reiht und es auch sehr spannend geschrieben ist.

Saha wirkt in diesem Band sehr unsicher, da sie noch keine Ahnung hat, ob ihre Bestimmung nun an Land oder im Wasser liegt und ob sie wirklich die von allen prophezeite Mittlerin ist, was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Auch waren die Gefühle von Saha sehr gut geschildert, und insgesamt finde ich auch die anderen Charaktere sehr gut gelungen.

Submarin
Submarin
von Andreas Eschbach
456 Seiten; ab 14 Jahren
2017Arena

Johanna über „Time School – Auf ewig dein“

Time School - Auf ewig dein

Johanna, 14 Jahre aus Moos, rezensiert „Time School – Auf ewig dein“ von Eva Völler:

Das neue Buch von Eva Völler heißt „Auf ewig dein – TIME SCHOOL“ und ist der erste Band einer neuen Buchreihe, deren Charaktere aber auch schon in der früher erschienenen Trilogie „Zeitenzauber“ vorkommen. Die Hauptpersonen dieses Buches heißen Anna und Sebastiano, sie leben in Venedig und sind in der Lage, durch die Zeit zu reisen. Begleitet werden sie dabei von Fatima und Ole, und ganz am Anfang des Buches kommt noch Walter dazu. Walter, Ole und Fatima sind die Schüler an Annas und Sebastianos „Time School“ in Venedig, in der sie ihre Schüler zu Zeitreisenden ausbilden. Ihr erster Auftrag verschlägt sie an den Hof von Heinrich dem Achten, der im 15. und 16. Jahrhundert lebte. Dort sollen sie verhindern, dass einer der engeren Berater der Königs, Lord Wykes, ermordet wird, was ihnen auch gelingt. Doch nach ihrer Rückkehr in die Gegenwart wird Anna immer öfter von Träumen geplagt, in denen Mr. Fitzjohn, einer ihrer ärgsten Feinde, der es nur auf Macht und Verderben abgesehen hat, wissen will, wo sich „der Schlüssel“ befindet. Zudem bekommt Anna auch noch Besuch aus der Zukunft, der sie ziemlich durcheinander bringt. Schließlich findet Anna heraus, um was es sich bei dem Schlüssel handelt und muss gegen Mr. Fitzjohn bestehen, der alles daran setzt, die Vergangenheit negativ zu beeinflussen und so an noch mehr Macht zu gelangen. Auch Mr. Wykes spielt in dieser Hinsicht eine tragende Rolle. Aber das alles erfahrt ihr nur, wenn ihr das Buch lest….

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, am Anfang hatte ich einige Bedenken, weil ich dachte, die Geschichte würde zu sehr der Edelstein–Trilogie von Kerstin Gier ähneln, was aber nicht der Fall war. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und geschildert, alles hatte Hand und Fuß und dadurch finde ich sie auch sehr gelungen. Besonders gut hat mir gefallen, dass alle Zeitreise-Schüler (Fatima, Walter, Ole) aus verschiedenen Zeitepochen stammen und sich dadurch auch von den Eigenschaften her gut ergänzen. (Z.B. Ole kommt aus der Wikingerzeit und Walter aus der Zeit um Heinrich den Achten.) Auch der Erzählstil von Eva Völler ist sehr angenehm, humorvoll und doch spannend gestaltet. Auch habe ich nicht wirklich das Hintergrundwissen der Zeitenzaubertrilogie gebraucht, es sind zwar dieselben Charaktere, aber eine völlig neue Geschichte! Am allerbesten hat mir jedoch gefallen, dass das Buch wirklich spannend war, ich konnte es fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt viele Wendungen und spannende neue Abenteuer, aber auch die Lovestory zwischen Anna und Sebastiano kommt nicht zu kurz. Auf jeden Fall ein sehr gut durchdachtes und spannendes Buch, das es sich lohnt zu lesen!

Time School - Auf ewig deinTime School – Auf ewig dein
von Eva Völler
384 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Lübbe ONE

Alena über „Die Prophezeiung der Hawkweed“

Die Prophezeiung der Hawkweed

Alena, 13 Jahre aus Absam, rezensiert „Die Prophezeiung der Hawkweed“ von Irena Brignull:

Rezension:

Die Prophezeiung besagt, dass eines Tages ein Hawkweed-Mädchen die Königin der Hexen wird. Sie wird über 303 Jahre weitergegeben, bis sie dann die beiden Mädchen Charlock und Raven erreicht. Eine ihrer Töchter soll die Königin werden. Doch Charlock bekommt nur Söhne, bis sie eines Tages doch ein Mädchen auf die Welt bringt. Was sie nicht weiß: Das Mädchen, das sie großzieht, ist nicht ihr eigenes Kind. Denn in der selben Nacht der Geburt um 24 Uhr werden zwei Mädchen vertauscht. Poppy, das Hexenmädchen, wächst also unter ganz normalen Menschen auf. Und Ember, das gewöhnliche Menschenkind, bei den Hexen. Doch immer und überall fühlen sich die beiden falsch am Platz, bis zu der einen Begegnung …

Meine Meinung:

Irena Brignull schafft es, die Gefühle der beiden Mädchen so gut auszudrücken, dass sie ausgesprochen real wirken. Sie entführt den Leser in zwei grundsätzlich verschiedene Welten. Ein rundum spannendes Buch, welches sich auf jeden Fall lohnt zu lesen.

Die Prophezeiung der Hawkweed
Die Prophezeiung der Hawkweed
von Irena Brignull
400 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer Sauerländer

Marie über „Book of lies“

Book of lies

Marie, 13 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Book of lies“ von Teri Terry:

Bei der Beerdigung treffen die Zwillinge Piper und Quinn das erste Mal aufeinander. Während sie äußerlich genau gleich sind, könnten sie innerlich nicht verschiedener sein. Piper ist begeistert, für sie ist Quinn der Schlüssel zu einem uralten Familiengeheimnis. Quinn ist voller Misstrauen. Was, wenn in ihr tatsächlich die dunkle Seite schlummert, vor der sie ihre Oma und ihre Mutter mehrfach gewarnt haben? Sie hat Angst, eine Gefahr für ihre Schwester zu werden und möchte am liebsten einfach verschwinden. Nach und nach enthüllen sie gemeinsam die Prophezeiung und langsam wird klar: Nichts ist so wie es scheint.

Mich hat das Buch gefesselt. Ich glaube, es ist eines der gruseligsten Bücher, die ich je gelesen habe. Durch abwechselndes Erzählen der beiden Hauptfiguren glaubt man, beide Personen zu kennen, doch eine von ihnen belügt sich selbst, was einen ganz schön durcheinander bringen kann.

Book of lies
Book of lies
von Teri Terry
400 Seiten; ab 14 Jahren
2016 Coppenrath

Marie über „Mädchen aus Papier“

Mädchen aus Papier

Marie, 13 Jahre aus Innsbruck, bespricht „Mädchen aus Papier“ von Sina Flammang:

Mari fühlt sich wie eine Fälschung. Ihre Schwester Annika ist das verschwundene Wunderwerk. Doch als Maris seit 12 Jahren vermisste Schwester plötzlich auftaucht, bricht das Chaos los. Ihre Eltern spielen heile Welt, doch Mari weiß nicht, was sie denken soll. Annika schmuggelt Alkohol ins Haus, stiehlt Gegenstände aus dem Haus und vergräbt sie im Grab einer gewissen Barbara. Maris Eltern wissen von diesen Dingen, doch aus Angst, ihre Tochter noch einmal zu verlieren, unternehmen sie nichts dagegen.

Als Mari es nicht mehr aushält in ihrer Familie, fährt sie mit ihrer Freunden Clementine und ihrem Freund Ole nach Italien und erlebt das Abenteuer ihres Lebens.

Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Es hat eine interessante Handlung und ist sehr spannend. Das Einzige, das mir persönlich nicht gefallen hat, ist der Schreibstil. Vor allem am Anfang wurden sehr viele von Maris Gefühlen sehr genau beschrieben und mit anderen Gefühlen verglichen. Da ich lieber klare Beschreibungen mag, hat mich das etwas gestört. Allerdings kenne ich viele Leute, denen genau das gefällt.

Mädchen aus Papier
Mädchen aus Papier
von Sina Flammang
352 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Cbt

Johanna über „GötterFunke. Liebe mich nicht“

GötterFunke. Liebe mich nicht

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, bespricht „GötterFunke. Liebe mich nicht“ von Marah Woolf:

Das Buch handelt von Jessica, die die ganzen Sommerferien zusammen mit ihrer Freundin Robyn in einem Erlebniscamp verbringt. Doch das Camp wurde zum Schauplatz der Götter des Olymp außerwählt. Denn alle hundert Jahre begibt sich der Göttersohn Prometheus (sein menschlicher Name lautet Cayden) auf die Erde und muss ein Mädchen dazu bringen, sich in ihn zu verlieben. Doch nur wenn sie ihm nicht verfällt, gewährt ihm Zeus seinen sehnlichsten Wunsch: Cayden möchte sterblich sein. Auch Robyn ist wegen seines Aussehens hin und weg von Cayden, wobei die Freundschaft der beiden Mädchen hart auf die Probe gestellt wird. Denn auch Jess hat sich mittlerweile in den gut aussehenden Göttersohn verliebt.

Aber Jess hat eine ungewöhnliche Gabe: Sie erinnert sich an Dinge, die sie längst vergessen haben sollte, z.B. das nur allein die Götter sie und Robyn bei einem tödlichen Autounfall gerettet haben. Robyn kann sich an all das nicht erinnern, und so beginnt Jess immer mehr das seltsame Getue von Cayden und seinen Cousinen und Cousins Athene und Apoll zu hinterfragen, denn Jess weiß nicht, bei wem es sich wirklich um den vermeintlichen Cayden handelt…

Und auch wenn Cayden nicht richtig an die Liebe glaubt, so muss er sich doch selber eingestehen, dass er Jessica mehr als nur mag. Doch erst am Ende entscheidet sich, ob Cayden lieber unsterblich bleibt oder Jessicas Liebe aufs Spiel setzt, um das Spiel der Götter zu gewinnen, den Jess ist ihm hemmungslos verfallen. Nur mit Robyn hätte er noch eine Chance, denn sie hat eigentlich einen Freund… Und dann ist da noch der gruselige Fremde, der nicht nur für die Götterwelt eine Gefahr darstellt…

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, es ist spannend und einfühlsam geschrieben. Besonders gut haben mir am Ende des Kapitels die „Berichte des Geschehens“ vom Götterboten Hermes gefallen, die gut zum Kapitel passen und auch noch mal die Sicht eines Außenstehenden auf die Geschichte zeigen. Auch der Schauplatz (das Camp in den Rockys) ist gut gewählt, denn es passt zur Geschichte und zu den Handlungen äußerst gut dazu. Auch fand ich den Einfall mit den Gottheiten sehr gelungen, denn so habe ich noch viel Interessantes über die Götterwelt gelernt und die Beziehungen der Götter zueinander gut verstanden.

Hinten im Buch werden noch einmal alle Götter (und Titanen, die darf man ja auch nicht außen vor lassen) in einem Stammbaum dargestellt und noch einmal extra beschrieben. So versteht man noch einmal alles viel besser, deswegen würde ich vorschlagen, vor dem Lesen des Buches hinten die Steckbriefe zu lesen, dann ist es teilweise besser zu verstehen. Auch die Figuren sind gut charakterisiert und beschrieben, und ich konnte auch die Gefühle und Gedanken immer sehr gut nachvollziehen.

Insgesamt fand ich vor allem den Gedanken mit der griechischen Mythologie (und das Spiel des Prometheus) sehr einfallsreich. Ein wirklich gutes Buch, das es sich lohnt zu lesen! Das Einzige, was ich kritisieren muss, ist das die Fortsetzung erst im September 2017 erscheint.

GötterFunke. Liebe mich nicht
GötterFunke. Liebe mich nicht
von Marah Woolf
464 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Dressler

Marlena über „Die Prophezeiung der Hawkweed“

Die Prophezeiung der Hawkweed

Marlena, 13 Jahre aus Igls, bewertet „Die Prophezeiung der Hawkweed“ von Irena Brignull:

Durch einen Fluch sind die zwei Mädchen, Ember und Poppy, in der Sekunde nach ihrer Geburt vertauscht worden. Deshalb wächst Poppy, die eigentlich eine Hexe ist, in einer Stadt auf. Sie hat die ganze Zeit das Gefühl, dass sie nicht in diese Welt passt, denn es geschehen immer wieder seltsame Dinge und irgendwie werden Tiere von ihr magisch angezogen, vor allem Katzen.

Bei Ember ist es genau umgekehrt: Sie wächst in einem Hexenzirkel auf. Schon am Aussehen merkt man sofort, dass sie hier nicht hinpasst. Auch weil sie große Angst vor Insekten und anderen kleinen Tieren hat, was sehr ungewöhnlich für eine Hexe ist. Eines Tages treffen sich die beiden Mädchen. Nach und nach kommen sie hinter ihr Geheimnis. So bringt Ember Poppy das Hexen bei und Poppy erklärt Ember, wie das Leben außerhalb des Hexenzirkels ist.

Raven, Embers Tante, will unbedingt, dass ihre Tochter Sorrel die neue Hexenkönigin wird. Deshalb passt es ihr gar nicht, dass Poppy von dem Hexenzirkel erfahren hat. Sie schreckt vor nichts zurück, um Sorrel zur neuen Hexenkönigin zu machen…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da alles so genau beschrieben ist, kann man sich gut in die Person hineinversetzen. Außerdem ist das Buch aus zwei Sichtweisen geschrieben, was ich sehr toll finde.

Die Prophezeiung der Hawkweed
Die Prophezeiung der Hawkweed
von Irena Brignull
400 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer Sauerländer

Lena über „Hundert Stunden Nacht“

Hundert Stunden Nacht

Lena, 14 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Hundert Stunden Nacht“ von Anna Woltz:

Emilia de Witt, ein 14-jähriges Mädchen aus Holland ist auf der Flucht nach New York. Zu Hause war sie nur noch ein Mobbingopfer der gesamten Holländerinternetforen, alles nur wegen ihres Vaters. Um ja vorbereitet zu sein, hat sie alle wichtigen Informationen im Voraus ausgedruckt und sogar die erste Miete für ihr neues Zuhause bezahlt.

Als sie dort ankommt, stellt sich heraus, dass es die Wohnung, die sie gemietet hat, gar nicht gibt. Sie war auf einen Gauner hineingefallen und hatte ihm viel Geld überwiesen. Sie muss sich dringend ein Quartier suchen, um dort über Nacht zu bleiben. Allerdings darf man als Minderjährige kein Hotelzimmer mieten und ihr bleibt also nichts anderes übrig, als auf der Straße zu schlafen, obwohl sie schreckliche Angst vor Bakterien und Dreck hat.

Nun ist sie sich sicher: Sie zeigt nicht dem Universum den Mittelfinger, indem sie abhaut, sondern genau umgekehrt. Dann lernt sie aber drei Jugendliche kennen, bei denen sie kurzerhand übernachten kann. Ein Orkan zieht auf und die vier eröffnen ein Orkanasyl. Während der Strom ausfällt und die Hälfte New Yorks völlig dunkel bleibt, fühlt Emilia sich geborgen und erlebt ihre Zeit des Lebens. Doch auch irgendwann holt Holland und der ganze Schlamassel sie wieder ein…

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da ich es mir wirklich spannend und aufregend vorstelle, in einer Stadt ohne Strom zu leben. Allerdings erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass Emilia zwar alles ausdruckt, aber vergisst nachzusehen, ob es ihre Wohnung gibt. Ein wirklicher Zufall, dass sich der Nachbarsjunge gerade den Finger fast abgeschnitten hat, sie zwei weitere Kinder kennen lernt und ein Orkan ihren Vater daran hindert, seine Tochter nachhause zu holen.

Hundert Stunden Nacht
Hundert Stunden Nacht
von Anna Woltz
256 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Carlsen

Johanna über „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“

Schattendiebin - Die verborgene Gabe

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“ von Catherine Egan:

Die Hauptperson in diesem Buch heißt Julia. Ihre Geschichte spielt in Spira, einer Stadt, in der Hexen radikal verfolgt und ertränkt werden. Doch auch wenn Julia einige sonderbare Fähigkeiten besitzt, so ist sie doch keine Hexe. Zurzeit ist es ihr Job, als Dienstmädchen in einem reichen Haus geheime Informationen herauszufinden. Praktisch, dass sie sich unsichtbar machen kann.

Doch nicht alle Bewohner trauen ihr von Anfang an, und als noch eine Reihe unerklärlicher Morde geschehen, muss Julia nicht nur möglichst schnell das Geheimnis der mysteriösen Hausbesitzerin herausfinden, sondern sich auch noch vor dem neuen Hausgast in Acht nehmen. Denn auch wenn die hübsche Frau ziemlich harmlos aussieht, so scheint auch sie etwas zu verbergen. Denn jeder, der mit ihr spricht, muss unverzüglich sterben… Als Julia schließlich noch ihren Auftraggeber kennenlernt, muss sie sich entscheiden, ob sie lieber selber sterben will oder ein anderes Leben für das ihre opfert. Denn ihm geht es in Wirklichkeit nicht um geheime Informationen, sondern um etwas viel Wertvolleres….

Das Buch an sich war ganz gut geschrieben und auch gut durchdacht. Doch ich finde, dass die Schauplätze und vor allem die Charaktere(!) besser beschrieben hätten werden können. Auch habe ich eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden, denn im Buch werden sehr viele Namen erwähnt, und so war es gar nicht so einfach, sofort alles zu verstehen. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte klarer beschrieben sein würde, denn teilweise war es auch etwas undurchsichtig und nicht so einfach zu verstehen.

An sich hat mich das Buch etwas an die Hexenverfolgung im Mittelalter erinnert, was ich sehr gut finde, denn so wurden verschiedene Themen miteinander verknüpft. Besonders spannend fand ich die Beschreibung der Morde, denn es wurde immer aus der Sicht des Ermordeten geschildert, und so war es auch teilweise etwas gruselig.

Leider konnte ich nicht viel über das Buch verraten, denn es kommen sehr viele Geheimnisse ans Licht, und so konnte ich in meiner Inhaltsangabe nur vage Andeutungen darüber machen. Also, selber lesen!:-)

Schattendiebin - Die verborgene Gabe
Schattendiebin – Die verborgene Gabe
von Catherine Egan
416 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Ravensburger