Franziska über „Roofer“

Roofer

Franziska, 13 Jahre aus Mils, bewertet „Roofer“ von Jutta Wilke:

In diesem Buch geht es um Alice, sie sucht nach dem Halt in ihrem Leben. Das Familienverhältnis ist besorgniserregend, es gibt die ganze Zeit Streit und ihre Mutter schiebt ihr die Schuld in die Schuhe. Klar, sie ist nicht gerade das Vorzeigemädchen. Die Polizei hat schon öfter vorbeigeschaut und sie ist eine Schulschwänzerin. Doch Alice hat eine wunderbare Freundin namens Nasti. Nasti ist der Schatz ihres Lebens. Doch auf einmal ist Nasti immer woanders und hat keine Zeit mehr für sie. Eines Tages schleppt Nasti sie zu einer Gruppe von Jugendlichen, den sogenannten Roofern. Das sind Jugendliche, die auf den Dächern herumklettern und auf den Stahlträgern in 100 Metern Höhe herumspazieren, als wären es ganz normale Gehsteige. Ist es das, was Alice sucht? Freiheit, weg vom Erdboden?

Doch ein Roofer, Trasher, macht Nasti ganz verrückt. Sie ist so verliebt, dass sie gar nicht merkt, was für ein Risiko sie eingeht, als sie als Beweis für die Liebe auf einem Stahlträger balancieren muss, aber Nasti hat das noch nie gemacht. Wird Alice nicht nur ihre beste Freundin verlieren, sondern auch noch ihr Selbstvertrauen?

Doch zum Glück gibt es da ja noch Nik, den freundlichen obdachlosen Jungen. Er probiert, Trasher den waghalsigen Liebesbeweis auszureden, aber er schafft es nicht. Das Buch geht am Ende gut aus, aber nicht für alle…

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr interessant geschrieben und zeigt die Sicht eines Jugendlichen sehr gut. Es zeigt auch gut, was passieren kann, wenn man leichtsinnig ist und Angst hat, etwas zu verlieren, das man in Wirklichkeit schon längst verloren hat und nur nicht wahr haben will. Aber ich würde das Buch erst ab 12 Jahren empfehlen, da man das Ganze (glaube ich) auch falsch verstehen kann.

Roofer
Roofer
von Jutta Wilke
256 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Coppenrath

Magdalena über „Fantatic“

Fanatic

Magdalena, 16 Jahre aus Mils, rezensiert „Fantatic“ von Anna Day:

War es ein unglücklicher Zufall? Absicht? Oder ihr Schicksal?

Katie, Alice, Violet und ihr Bruder Nate landen mitten im Geschehen von „Der Galgentanz“. Das absolute Lieblingsbuch von der Clique!

Anfangs noch völlig begeistert, verstricken sich die vier immer mehr in die Ereignisse des Buches und plötzlich steht es an ihnen, die Unterdrückung der Armen zu revanchieren, indem sie die Reichen dafür zur Rechenschaft ziehen. Dank der unzähligen Stunden, die die vier Freunde mit der Geschichte verbracht haben, wissen sie, wie sich die Ereignisse drehen und wenden werden, sodass sie alles im Griff haben. Oder etwa doch nicht? Was, wenn sich die falsche Person verliebt, oder eine aus den eignen Reihen zur Verräterin wird? Wird Violet am Ende doch gehängt?

Eine unglaublich fesselnde Geschichte, die Geschmack auf mehr macht. Durch die detaillierte Beschreibung von „Der Galgentanz“ wollte ich unbedingt auch dieses Buch lesen, bis ich bemerkte, dass die Geschichte frei erfunden war. Das heißt: Die Autorin hat in einem Buch über zwei Bücher geschrieben! Kling verwirrend, oder? Ist aber absolut verständlich und toll geschrieben.

Ich empfehle das Buch allen Action- und Romantikfans, aber auch allen anderen, die Lust auf ein spannendes Abenteuer in der Zukunft haben!

Fanatic
Fanatic
von Anna Day
496 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Carlsen

Sabrina über „The Distance from me to you“

The Distance from me to you

Sabrina, 14 Jahre aus Axams, rezensiert „The Distance from me to you“ von Marina Gessner:

Kendra, ein 17-jähriges Mädchen, will ohne ihre Freundin einen 3.500 km langen Trail wandern. Sie hat dafür ihren Beginn des Studiums verschoben und belügt auch ihre Eltern, die davon ausgingen, dass sich ihre Freundin mit ihr auf diese Reise begibt. Es wäre ihr auch nichts passieret, hätte sie nicht Sam getroffen. Sie war auf alle sonstigen Eventualitäten eingerichtet, nicht aber auf die Liebe.

Sam ist von zu Hause weggelaufen und ist diesen Trail schon öfters gewandert, und geht nun auf einem anderen Weg mit Kendra weiter. Das führt zu unerwarteten Komplikationen und Aufregungen, die beide Jugendliche reifen lässt. Ob sie jedoch eine gemeinsame Zukunft haben, bleibt offen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da es spannend geschrieben ist. Die Weiterentwicklung der Jugendlichen aufgrund äußerer Zwänge ist sehr gut beswchrieben.

The Distance from me to you
The Distance from me to you
von Marina Gessner
327 Seiten; ab 14 Jahren
2017 ars edition

Karolin über „Verrückt nach New York“

Verrückt nach New York - Willkommen in der Chaos-WG

Karolin, 14 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Verrückt nach New York – Willkommen in der Chaos-WG“ von Katrin Lankers:

Um wichtige Entscheidungen zu treffen, braucht Maxi immer drei gute Gründe. Und sie hatte drei sehr gute, um nach New York zu gehen:
-Ein Praktikum mit guten Jobaussichten bei einem Lifestyle-Magazin.
– 6000 Kilometer, welche sie von ihrem Exfreund trennen.
– Eine mit Klebstreifen zusammengeklebte Postkarte ganz unten in ihrem Koffer.

Doch als erstes braucht Maxi ein neues Zimmer in New York, weil das „gemütliche Nest“, welches sie gebucht hatte, leider doch nicht so gemütlich ist. Zum Glück ist da noch die Pinkstone-WG mit ihren seltsamen Bewohnern, in welche sie kurzfristig einziehen darf. Doch leider steht Pinkstone kurz vorm Abriss…

Das Buch ist total cool. Es ist bis zum Schluss spannend und lustig, weil Maxi immer wieder peinliche Missgeschicke passieren. Die Bewohner der Pinkstone-WG haben alle andere, lustige Charaktere, und man muss sie am Ende des Buches einfach lieben. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!

Verrückt nach New York - Willkommen in der Chaos-WG
Verrückt nach New York – Willkommen in der Chaos-WG
von Katrin Lankers
272 Seiten; ab 14 Jahren
2017 DTV

Leni über „Aquila“

Aquila

Leni, 16 Jahre aus Mils, rezensiert „AQUILA“ von URSULA POZNANSKI:

Völlig abgeschirmt von der Außenwelt, ohne Handy oder funktionierendem Notebook, eingesperrt in der eigenen Wohnung. So wacht Nina auf. Seltsame, verwirrende und scheinbar zusammenhanglose Hinweise tauchen auf, die Nika vielleicht helfen können, herauszufinden, was in den vergangenen zwei Tagen passier ist. Blut, halbe Wahrheiten, Tod und Drohungen. Die folgenden Tage entwickeln sich zum puren Kampf um die verdrehte Wahrheit.

Unglaublich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Auf jeden Fall ein Muss für alle Action- und Thrillerfans. Sowohl der Schreibstil als auch die Idee vom Buch finde ich großartig, und obwohl es mehr als 400 Seiten umfasst, habe ich das Buch innerhalb von einem Tag fertig gelesen.

Achtung: Fesselqualität!

Aquila
Aquila
von Ursula Poznanski
432 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Loewe

Kornelia über „Diabolic – Vom Zorn geküsst“

Diabolic Vom Zorn geküsst

Kornelia, 14 Jahre aus Innsbruck, bespricht „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ von S. J. Kincaid:

Das Bucht hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Es ist eine Geschichte der Selbstwahrnehmung. Nemesis lernt sich selbst kennen und lieben nach Sidonias geglaubten Tod.

Ich finde, dass das Buch wundervoll und so detailliert geschrieben ist, sodass ich richtig mitleben konnte. Der schnelle Wechsel zwischen Angst, Brutalität, Freundschaft, Liebe und Verrat ist unglaublich gut gelungen und geht wunderbar fließend ineinander über. Ich, als Leserin, bin oft an der Nase herumgeführt worden, obwohl ich mir sicher war, Recht zuhaben. Das hat dem Buch etwas unglaublich Reales gegeben.

Ich kann es nur weiterempfehlen, auch an Leute, die keine Liebesgeschichten mögen. Ein wundervolles Werk.

Diabolic - Vom Zorn geküsst
Diabolic – Vom Zorn geküsst
von S. J. Kincaid
488 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Arena

Johanna über „Ich wollte nur, dass du noch weißt …“

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Ich wollte nur, dass du noch weißt … Nie verschickte Briefe“ von Emily Trunko:

Dieses Buch ist eine Anthologie von nie verschickten Briefen, die von Emily Trunko gesammelt und aufbewahrt, und schließlich als dieses Buch veröffentlicht wurden. Die verschiedenen Briefe sind in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, darunter zum Beispiel Verlust, Herzschmerz, Verrat, Freunde, unerwiderte Liebe, … etc.

Emily Trunko betreibt auch einen recht erfolgreichen Tumblr-Blog mit dem Namen Dear My Blank, auf dem sie täglich nie versendete Briefe an Familienmitglieder, fremde Leute, Verflossene, Haustiere, Lehrer, Freunde, … usw. postet.

Der Einband und das gesamte Innenleben des Buches ist sehr fröhlich und farbenfroh gestaltet, zwischendurch entdeckt man immer wieder wunderschöne kleine Zeichnungen und Illustrationen, die dem Buch den nötigen Schwung verleihen.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich dieses Buch mit all seinen Geschichten sehr berührt und verzaubert hat. Wenn man einen Brief liest, stellt man sich sofort vor, wie die Person so ist, die den Brief geschrieben hat, woher sie kommt, was sie dazu veranlasst hat den Brief zu schreibe. Denn manchmal werden Details gar nicht verraten und es wird einem selbst überlassen, sich die nötigen Informationen dazu zu denken.

Dieses Buch zeigt auch, dass wir, selbst wenn wir uns manchmal so fühlen, nie allein mit unseren Problemen sind. Mehrmals konnte auch ich mich mit den Autoren der Briefe (die übrigens alle anonym sind) identifizieren und fand es dadurch gleich umso schöner, das Buch zu lesen. Jeder Autor hat seine eigene besondere Geschichte, die manchmal in nur ein paar Worten, manchmal in langen Sätzen das Papier ziert.

Ich würde „Ich wollte nur, dass du noch weißt…“ nicht einfach nur als Buch bezeichnen, denn es ist so viel mehr: Es ist eine Sammlung von Liebe und Schmerz, Hoffnung und Verrat, Verlust und Freude, und das alles in einem. Diese einfachen, ehrlichen Briefe haben mich mehr bewegt, als jedes andere Buch bisher. Und das nicht nur durch die zahlreichen Emotionen, die gezeigt werden, sondern auch dadurch, dass dies nicht fiktive Charaktere in einem Roman, sondern echte Personen irgendwo auf dieser Welt sind. Viele der Briefe machen Mut, andere regen dich zum Nachdenken an.

Ich werde definitiv einige dieser Briefe in Erinnerung behalten, da mich diese Wucht an menschlichen Emotionen zwischen den Seiten zutiefst berührt hat. Auch finde ich die Idee von Emily, diesen nie versendeten Briefen ein Heim in ihrem Blog zu geben, sehr schön, auch, weil sie dadurch dazu anregt, eigene Briefe zu verfassen, da manchmal Gefühle zu Papier bringen anstatt sie laut auszusprechen, die einfachere Methode ist. Ein wirklich sehr tolles Buch!

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
Ich wollte nur, dass du noch weißt …
von Emily Trunko
192 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Loewe

Tobias über „Glück ist was für Anfänger“

Glück ist was für Anfänger

Tobias, 13 Jahre aus Birgitz, rezensiert „Glück ist was für Anfänger“ von Ortwin Ramadan:

In diesem Buch geht es um den Jungen Oleg, der in einem Armenviertel lebt, eine gestörte Mutter in der Psychiatrie, einen stets betrunkenen Vater und einen kriminellen Bruder hat. Als der Einbruch in das Haus des reichen Erben Maximilian schiefgeht, bekommt Oleg von ihm eine Chance. Er hat einen anständigen Job, wird gut bezahlt und sein Leben findet eine neue Ordnung. Wenn da nur sein Bruder nicht schon wieder Probleme machen würde…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und es war spannend zum Lesen. Wie ein reicher Krüppel und ein armer Junge zusammenfinden, aber lest selbst … Ich würde das Buch Lesern von 13 – 16 Jahren weiterempfehlen.

Glück ist was für Anfänger
Glück ist was für Anfänger
von Ortwin Ramadan
352 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Coppenrath

Leni über „Scythe – Die Hüter des Todes“

Scythe - Die Hüter des Todes

Leni, 16 Jahre aus Mils, rezensiert „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman:

In der Welt, in der Citra und Rowan leben, wird durch den willkürlichen Tod durch die Arbeit der Scythe gegen die Überbevölkerung angekämpft. Es gibt keinen König oder Kaiser, keinen Präsident und keine anderweitig an der Spitze stehende Person. Über den Menschen steht einzig und allein der Thunderhead.

Die Scythe sorgen dafür, dass es zu keiner Überbevölkerung kommt, und als Citra und Rowan das Angebot bekommen, bei Scythe Faraday als Lehrlinge ausgebildet zu werden, stimmen sie schließlich zu.

Als ob es nicht genug wäre zu lernen, wie man professionell tötet, begeht ihr Lehrmeister auch noch Selbstmord, nachdem bekannt gegeben wird, dass nur einer der beiden Scythe werden kann und der Verlierer vom Gewinner nachgelesen werden soll. Die beiden Jugendlichen werden zu verschiedenen, anderen Scythe-Lehrmeistern gebracht, um dort für ihre Abschlussprüfung zu lernen.

Wer schließlich den Wettkampf gewinnt und wer wirklich hinter dem Tod von Scythe Faraday steckt, müsst ihr selber nachlesen.

Mir hat das Buch gefallen, da es eine Mischung aus Action und Übernatürlichem ist und der Schreibstil wirklich toll ist. Es fesselt vom ersten Kapitel an. Ich empfehle es allen weiter, die gerne futuristische Bücher lesen. Die einzelnen Tagebucheinträge haben mir einen interessanten Einblick in die Gedanken anderer Scythe gegeben und das Scythetum besser erklärt.

Scythe - Die Hüter des Todes
Scythe – Die Hüter des Todes
von Neal Shusterman
528 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer Sauerländer

Johanna über Das Herz der Quelle. Sternensturm von Alana Falk

Das Herz der Quelle. Sternensturm

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Das Herz der Quelle. Sternensturm“ von Alana Falk:

Dieses Buch handelt von der „Gemeinschaft des Hohen Rates“, zu dem auch die Magierin Liliana angehört. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, zukünftige Magier auszubilden und auf ihre große Aufgabe, das Verhindern von Naturkatastrophen vorzubereiten. Doch Zaubern können die Magier nur mit einer Quelle, die ihnen die Magie zur Verfügung stellt. Beide, Quelle und Magier, sind sozusagen voneinander abhängig. Die Quelle braucht einen Magier, der die Magie leitet und formt, im Gegensatz muss sich aber auch der Magier darauf einstellen, dass er ohne eine Quelle der Magie nicht mächtig ist.

Leider blicken viele Magier auf Quellen herab, daher werden sie oft nur als „Batterie“ und nicht als Menschen angesehen, da sie die Magie nur verkörpern, aber nicht benutzen können. Auch Liliana legt anfangs diese Denkweise an den Tag, obwohl man im Laufe des Buches merkt, dass sie diese eigentlich nur von all ihren Lehrern und ihren Eltern übernommen hat.

Die Geschichte rund um Liliana findet in Neuseeland statt, was ich einerseits etwas ungewohnt, andererseits aber sehr gelungen und eine willkommene Abwechslung fand, da ich noch kein Fantasy-Buch dieser Art gelesen habe, das nicht in Amerika oder Europa spielt. Liliana, die Hauptperson dieser Geschichte, ist bereits volljährig und wartet darauf, mit einer Quelle verbunden zu werden. Als ihr aber ausgerechnet Chris zugeteilt wird, sinkt ihr Mut. Denn Chris stellt sich gegen Lilianas anfängliche Naivität, das Quellen ihren Magiern in allen Dingen gehorchen müssen und bringt sie dazu, ihre Denk -und Lebenseinstellung komplett umzukrempeln. Doch Liliana wehrt sich gegen ihn, da sie anfangs immer noch in dem Glauben steht, Magier hätten mehr Macht über die Quelle als umgekehrt.

Ihre Mutter bietet ihr einen Gehorsamkeitszauber für Chris an, der ihn stumm und wehrlos gegenüber Liliana werden lässt. Das war so der Punkt, wo es mit meiner Sympathie für die Hauptperson langsam bergab ging, denn anstatt offen und ehrlich mit Chris zu sein und ihre Schwäche zuzugeben, überließ sie es ihrer Mutter, ihn quasi „gefügig“ zu machen. Durch diesen Gehorsamkeitszauber hassen sich die beiden noch mehr als ohnehin schon, und als sie dann auch noch eine Aufgabe, in der es um Leben und Tod geht, bewältigen sollen, scheint das Drama komplett. Denn seit der Verbindungszeremonie haben sie es nicht geschafft, miteinander zu zaubern, was sie aber in dieser Aufgabe unverweigerlich tun müssen. Doch als sie miteinander zaubern, geschieht etwas Seltsames: Durch die Entfesselung der Magie verschwindet der anfängliche Hass so schnell, wie er gekommen ist. Sie fühlen sich sofort körperlich voneinander angezogen, ein Gefühl, das im Buch fälschlicherweise als „Liebe“ bezeichnet wird.

Parallel dazu wird das Buch noch aus Sicht Adaras erzählt, einer Magierin, die ihre Quelle durch einen schweren Unfall verloren hat und sich nun in Rom auf die Suche nach der „Quelle des Sargas“ macht, die ihr helfen soll, ihn wieder von den Toten aufzuerwecken.

Erst ganz am Ende des Buches erschließt sich der Zusammenhang zwischen Liliana und Adara, wozu ich jetzt allerdings nichts Genaueres verraten möchte. Doch ich fand, dass die Autorin diese beiden, so unterschiedlich wirkenden Geschichten sehr geschickt miteinander verknüpft hat.

Am Ende des Buches folgt ein Ereignis auf das andere, und was am Anfang an Spannung gefehlt hat, wird hier doppelt und dreifach wettgemacht. Das Buch hat einen gelungenen, aber für mich etwas unvollständigen Abschluss, der aber zur Geschichte passt.

„Sternensturm“ hat mich wie gesagt nicht vollends überzeugt, da ich vor allem die plötzliche Vertrautheit zwischen den Protagonisten nicht ganz überzeugend fand. Interessant fand ich allerdings, wie die Autorin indirekt das immer aktueller werdende Thema Naturkatastrophen mit der Geschichte verknüpft und so auch aufmerksam darauf macht, dass diese immer häufiger vorkommen und auch nicht immer verhindert werden können. Die Schauplätze Rom und Auckland fand ich gut gewählt, auch wenn ich mich nicht immer so schnell in das doch so unterschiedliche Stadtbild hineingefunden habe.

Im Buch gibt es jede Menge Stoff zum Denken; sehr viele Intrigen, Machtspielchen und verborgene Geheimnisse, was ich positiv fand, denn so wurde mir trotz der anfänglich nicht vorhandenen Spannung nie langweilig. Auch das Cover mit den zwei Figuren vor dem Hintergrund, der dem Weltraum ähnelt, hat mich sofort angesprochen, da es sehr magisch und mystisch wirkt.

Trotz einiger Schwächen war das Buch sehr flüssig geschrieben, auch wenn ich mir persönlich manchmal etwas mehr Details zu der „Gemeinschaft des Hohen Rates“ und der Schauplätze gewünscht hätte.

Das Herz der Quelle. Sternensturm
Das Herz der Quelle. Sternensturm
von Alana Falk
384 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Arena