Johanna über Das Herz der Quelle. Sternensturm von Alana Falk

Das Herz der Quelle. Sternensturm

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Das Herz der Quelle. Sternensturm“ von Alana Falk:

Dieses Buch handelt von der „Gemeinschaft des Hohen Rates“, zu dem auch die Magierin Liliana angehört. Die Aufgabe der Gemeinschaft ist es, zukünftige Magier auszubilden und auf ihre große Aufgabe, das Verhindern von Naturkatastrophen vorzubereiten. Doch Zaubern können die Magier nur mit einer Quelle, die ihnen die Magie zur Verfügung stellt. Beide, Quelle und Magier, sind sozusagen voneinander abhängig. Die Quelle braucht einen Magier, der die Magie leitet und formt, im Gegensatz muss sich aber auch der Magier darauf einstellen, dass er ohne eine Quelle der Magie nicht mächtig ist.

Leider blicken viele Magier auf Quellen herab, daher werden sie oft nur als „Batterie“ und nicht als Menschen angesehen, da sie die Magie nur verkörpern, aber nicht benutzen können. Auch Liliana legt anfangs diese Denkweise an den Tag, obwohl man im Laufe des Buches merkt, dass sie diese eigentlich nur von all ihren Lehrern und ihren Eltern übernommen hat.

Die Geschichte rund um Liliana findet in Neuseeland statt, was ich einerseits etwas ungewohnt, andererseits aber sehr gelungen und eine willkommene Abwechslung fand, da ich noch kein Fantasy-Buch dieser Art gelesen habe, das nicht in Amerika oder Europa spielt. Liliana, die Hauptperson dieser Geschichte, ist bereits volljährig und wartet darauf, mit einer Quelle verbunden zu werden. Als ihr aber ausgerechnet Chris zugeteilt wird, sinkt ihr Mut. Denn Chris stellt sich gegen Lilianas anfängliche Naivität, das Quellen ihren Magiern in allen Dingen gehorchen müssen und bringt sie dazu, ihre Denk -und Lebenseinstellung komplett umzukrempeln. Doch Liliana wehrt sich gegen ihn, da sie anfangs immer noch in dem Glauben steht, Magier hätten mehr Macht über die Quelle als umgekehrt.

Ihre Mutter bietet ihr einen Gehorsamkeitszauber für Chris an, der ihn stumm und wehrlos gegenüber Liliana werden lässt. Das war so der Punkt, wo es mit meiner Sympathie für die Hauptperson langsam bergab ging, denn anstatt offen und ehrlich mit Chris zu sein und ihre Schwäche zuzugeben, überließ sie es ihrer Mutter, ihn quasi „gefügig“ zu machen. Durch diesen Gehorsamkeitszauber hassen sich die beiden noch mehr als ohnehin schon, und als sie dann auch noch eine Aufgabe, in der es um Leben und Tod geht, bewältigen sollen, scheint das Drama komplett. Denn seit der Verbindungszeremonie haben sie es nicht geschafft, miteinander zu zaubern, was sie aber in dieser Aufgabe unverweigerlich tun müssen. Doch als sie miteinander zaubern, geschieht etwas Seltsames: Durch die Entfesselung der Magie verschwindet der anfängliche Hass so schnell, wie er gekommen ist. Sie fühlen sich sofort körperlich voneinander angezogen, ein Gefühl, das im Buch fälschlicherweise als „Liebe“ bezeichnet wird.

Parallel dazu wird das Buch noch aus Sicht Adaras erzählt, einer Magierin, die ihre Quelle durch einen schweren Unfall verloren hat und sich nun in Rom auf die Suche nach der „Quelle des Sargas“ macht, die ihr helfen soll, ihn wieder von den Toten aufzuerwecken.

Erst ganz am Ende des Buches erschließt sich der Zusammenhang zwischen Liliana und Adara, wozu ich jetzt allerdings nichts Genaueres verraten möchte. Doch ich fand, dass die Autorin diese beiden, so unterschiedlich wirkenden Geschichten sehr geschickt miteinander verknüpft hat.

Am Ende des Buches folgt ein Ereignis auf das andere, und was am Anfang an Spannung gefehlt hat, wird hier doppelt und dreifach wettgemacht. Das Buch hat einen gelungenen, aber für mich etwas unvollständigen Abschluss, der aber zur Geschichte passt.

„Sternensturm“ hat mich wie gesagt nicht vollends überzeugt, da ich vor allem die plötzliche Vertrautheit zwischen den Protagonisten nicht ganz überzeugend fand. Interessant fand ich allerdings, wie die Autorin indirekt das immer aktueller werdende Thema Naturkatastrophen mit der Geschichte verknüpft und so auch aufmerksam darauf macht, dass diese immer häufiger vorkommen und auch nicht immer verhindert werden können. Die Schauplätze Rom und Auckland fand ich gut gewählt, auch wenn ich mich nicht immer so schnell in das doch so unterschiedliche Stadtbild hineingefunden habe.

Im Buch gibt es jede Menge Stoff zum Denken; sehr viele Intrigen, Machtspielchen und verborgene Geheimnisse, was ich positiv fand, denn so wurde mir trotz der anfänglich nicht vorhandenen Spannung nie langweilig. Auch das Cover mit den zwei Figuren vor dem Hintergrund, der dem Weltraum ähnelt, hat mich sofort angesprochen, da es sehr magisch und mystisch wirkt.

Trotz einiger Schwächen war das Buch sehr flüssig geschrieben, auch wenn ich mir persönlich manchmal etwas mehr Details zu der „Gemeinschaft des Hohen Rates“ und der Schauplätze gewünscht hätte.

Das Herz der Quelle. Sternensturm
Das Herz der Quelle. Sternensturm
von Alana Falk
384 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Arena

Sarah über „Sakura – Die Vollkommenen“

Sakura - Die Vollkommenen

Sarah, 14 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „Sakura – Die Vollkommenen“ von Kim Kestner:

Sakura ist irgendwie eine fantastische Geschichte, zugleich aber auch real. Es geht um das Mädchen Juri, die nach dem Tod ihres Vaters ein schlimmes Leben hat, aber trotzdem zufrieden ist. Sie muss in einer Leichenverbrennung arbeiten und bekommt jeden Tag nur eine Handvoll gekochter Reiskörner. Ihr „Wohnort“ ist ganz unten in der Anlage, auf Ebene eins in einem unterirdischen Höhlensystem. Die unterirdische Höhle, in der die Menschen leben, ist hierarchisch aufgebaut: Je weiter unten einer lebt, desto niedriger gestellt ist er. Alle Ebenen greifen dabei wie Zahnräder ineinander, und wenn ein Teil ausfällt, kann das ganze System zusammenbrechen.

Die Basis für das Ganze ist der Glaube der Menschen an Amaterasu und ihrem Bruder Susanoo. Die Menschen haben große Angst vor der Knochenfresserkrankheit, die ab einem gewissen Alter alle Menschen der Ebene eins befällt. Da Juri noch nie das Sonnnenlicht gesehen hat, nützt sie die Gelegenheit und macht bei einem Wettstreit um Zuckerblüten mit. Diese sollen nämlich wenigen Auserwählten – so verspricht es der kaiserliche Herrscher – einen Zugang zur oberen Ebene und damit den Blick in das Sonnenlicht erlauben.

Ich persönlich mag lieber historische Romane, die sehr nah an der Realität sind. Deshalb war ich anfangs auch nicht sehr motiviert, das Buch zu lesen. Aber der Charakter der Juri, die sehr stark ist, dabei aber auch nicht vollkommen, hat mir gleich gefallen. Außerdem ist das Buch spannend geschrieben und die Personen sind glaubhaft. Wenn man ein bisschen nachdenkt, fallen einem auch Bezüge zur wirklichen Welt auf.

Sakura - Die Vollkommenen
Sakura – Die Vollkommenen
von Kim Kestner
408 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Arena

Sabrina über „Obwohl es dir das Herz zerreißt“

Obwohl es dir das Herz zerreißt

Sabrina, 14 Jahre aus Axams, rezensiert „Obwohl es dir das Herz zerreißt“ von Jenny Downham:

Katie wohnt mit ihrer Mutter Caroline und ihrem 14-jährigen Bruder allein. Sie lebt mit einer gewissen Tagesroutine, die aus Schule, lernen und Hilfestellung im Haushalt besteht. Doch ihr ganzes Leben kommt ins Wanken, als Mary auftaucht. Katie wusste nicht, dass sie eine Großmutter hat. Doch als Marys Mann Jack stirbt, muss Carolin ihre Mutter widerwillig bei sich aufnehmen. Katie spürt aber schon bald eine seltsame Verbundenheit mit ihrer Großmutter. Sie versucht zu verstehen, was zwischen Mary und ihrer Mutter in der Vergangenheit vorgefallen war. Doch Mary leidet an Demenz und kann sich täglich immer nur an Bruchstücke ihres Lebens erinnern.

Auch Katie hat Probleme. Sie wird gehänselt, weil sie ihre beste Freundin geküsst hatte. Ihre Freundin stellt sich auch gegen sie und Katie versucht in Simona, einer anderen Homosexuellen eine Verbündete zu finden. Nach etlichen Disputen gelingt ihr das auch.

Währenddessen hilft Katie ihrer Oma, sich an die Vergangenheit zu erinnern, indem sie alles aufschreibt und Mary später davon berichtet. So ergibt sich schließlich ein klares Bild: Mary hat eine Schwester, namens Patrizia. Als Mary in jungen Jahren ein Kind, Caroline, gebärt, adoptierte Patrizia diese. Mary konnte nicht auf ihr Kind achten und konnte nicht für ihre Tochter sorgen. Schweren Herzens verließ Mary die Stadt.

Als Caroline schon eine verheiratete Frau war, kam Mary Katies Vater zu Hilfe, weil sich Caroline aus dem Staub gemacht hatte. Mary sorgte sich um Katie und ihren Bruder, bis Caroline wieder nach Hause kehrte und ihren Pflichten als Mutter nachkam. Da musste Mary sofort abreisen, und es herrschte kein Kontakt zwischen ihnen.

Nun weiß Katie auch, dass ihre Vergangenheit der Grund für die starke Verbundenheit zu ihrer Großmutter ist. Nach dieser langen Zeit vergibt Caroline ihrer Mutter und sucht für sie ein nettes Altersheim am Meer, dem Lieblingsort ihrer Mutter.

Das Buch berichtet über Hochs und Tiefs eines ungewöhnlichen Familienlebens mit vielfältigsten Problemen. Es ist sehr spannend geschrieben und hat mich sehr gefesselt.

Obwohl es dir das Herz zerreißt
Obwohl es dir das Herz zerreißt
von Jenny Downham
480 Seiten; ab 14 Jahren
2017 cbt

Magdalena über „ILLUMINAE“

Illuminae. Die Illuminae-Akten

Magdalena, 15 Jahe aus Mils, bewertet „ILLUMINAE – Die Illuminae Akten“ von Amie Kaufman und Jay Kristoff:

Nachdem Kady und Ezra von ihrem Heimatplaneten fliehen müssen, gelangen sie in unterschiedliche Rettungs-Raumschiffe, die sie in Sicherheit bringen werden. Der Grund ihrer Flucht ist ein Angriff einer Konkurrenzfirma, bei welchem eine Wolke aus biochemischem Stoffen freigesetzt wird. Infizierte Personen mutieren auf den Raumschiffen zu grausigen Bestien und nachdem AIDAN, die künstliche Intelligenz der Flotte, aus noch unbekannten Gründen einen für die Menschen nicht einsehbaren Fehler macht, bricht Panik aus. Während die beiden Liebenden verzweifelt Kontakt halten, versucht Kady zusätzlich mit ihren Hacker-Fähigkeiten Licht ins Dunkel zu bringen. Schließlich macht sie sich alleine auf, um Ezra zu retten, der auf dem Schiff gefangen ist, auf welchem die Mutanten herumirren und jeden umbringen.

Wie Kady es schließlich schafft, die verbliebenen, gesunden Menschen zu retten, den verrückten AIDAN unter Kontrolle zu bringen und die mutierten Menschen auszulöschen, könnt ihr dem äußerst spannenden Buch lesen, auch wenn es für meinen Geschmack zu sehr den Chat- und Emailverläufen nachgestaltet ist und deswegen das Lesen ein wenig erschwert wird. Ich empfehle das Buch gerne weiter, und mir hat sehr gut gefallen, dass man viel verschiedene Sichten hat, aus denen man das Geschehen mitverfolgen kann und einen guten Einblick in den Hintergrund mancher Handlungen hat.

Illuminae. Die Illuminae-Akten
Illuminae. Die Illuminae-Akten
von Amie Kaufman und Jay Kristoff
608 Seiten; ab 14 Jahren
2017 DTV

Johanna über „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“

So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“ von Sabine Schoder:

Dieses Buch ist die Geschichte von Jay und Viki, die schon seit dem ersten Band (namens „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“) ein Paar sind. Doch gleich am Anfang des Buches ist es mit der bisherigen Harmonie vorbei. Vicki glaubt, Jay würde sie betrügen und schmeißt ihn kurzerhand mitsamt seinem Hund aus der gemeinsamen Wohnung. Jay zieht daraufhin bei seinem Kumpel Dave ein, mit dem er zusammen mit zwei anderen Freunden in einer Rockband spielt. Kurz darauf kommt Vickys Freundin Mel angereist und versucht die Versöhnung von Vicky und Jay herbeizuführen, was ihr allerdings anfangs nicht gelingt, da sich beide immer noch weigern, miteinander zu sprechen.

Als dann auch noch ein Missverständnis auf einer Party passiert, bei dem sich Jay von einem anderen Mädchen küssen lässt und dadurch Vickys Theorie bestätigt, ist ihr Vertrauen in ihn endgültig dahin. Jay bemerkt, dass Vicky ihn zusammen mit dem Mädchen gesehen hat und macht sich zu ihrer gemeinsamen Wohnung auf, wo er sie allerdings nicht finden kann, da Vicky, die nach dieser Aktion ziemlich fertig ist, bei Mel übernachtet. Als Vicky bald darauf von Dave erfährt, dass Jay ihr niemals untreu und der Kuss zwischen dem Mädchen und ihm nur ein Versehen war, steht einer Versöhnung eigentlich nichts mehr im Wege.

Diesen Part (von der Party bis zur wirklichen Versöhnung) fand ich allerdings etwas zu langwierig und ausschweifend. Dafür wird es aber am Ende umso rasanter. Vicky entdeckt etwas (vom dem ich allerdings hier nichts Genaueres verraten möchte; denn dann wäre die Spannung auf das Ende dahin), was ich mir persönlich schon seit einer seltsamen Diagnose des Augenarztes gedacht habe. Ihr dürft also gespannt sein! Am Ende gibt es noch einige (teils sogar dramatische) Wendungen und Überraschungen, die aber schlussendlich alle auf ein Happy End hinauslaufen.

„Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ ist sehr unterhaltsam und witzig geschrieben; ich habe sogar teilweise wegen einer besonders lustigen Formulierung leise in mich hinein gelacht. Dazu kommt, dass das Buch abwechselnd aus Vikis, Jays, Mels und Daves Perspektive erzählt wird, was dem Ganzen noch zusätzlich etwas mehr Schwung verleiht und wodurch auch der Leser angehalten wird, selbst mit zu fiebern. Der Schreistil der Autorin ist sehr flüssig, nur in der Mitte hätte die Geschichte etwas mehr Raffung vertragen können.

Im Buch reiht sich ein Ereignis an das andere und mir wurde dadurch trotz der relativ leichten Story nie langweilig. Teilweise fand ich das Buch jedoch etwas schwierig zu verstehen, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe und dadurch nur wenige Hintergrundinformationen kannte. In diesem Band gibt es jedoch auch einige Rückblicke, wodurch die Geschichte für mich etwas verständlicher und klarer, z.B. auf Jays früheren Hirntumor, wurde.

Ich hatte eher geringere Erwartungen an dieses Buch, da ich aufgrund des Klappentextes eine eher klischeehaftere Geschichte ohne besondere Ereignisse oder Spannung erwartet hatte, die sich aber im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Das Buch hat mich vor allem wegen seines authentischen und unterhaltsamen Schreibstils absolut überzeugt und ist definitiv mehr als nur eine „normale“ Alltagsliebesgeschichte!!!

So was passiert nur Idioten. Wie uns.
So was passiert nur Idioten. Wie uns.
von Sabine Schoder
268 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer KJB

Johanna über „Iskari – Der Sturm naht“

Iskari - Der Sturm naht

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, bewertet „Iskari – Der Sturm naht“ von Kristen Ciccarelli:

Die Hauptperson im Buch heißt Asha, aber von allen wird sie nur Iskari, die Todbringerin genannt. Seit einem schweren Unfall in ihrer Kindheit ziert eine lange Narbe ihre gesamte rechte Seite, wo sie vom ersten Drachen namens Kozu verbrannt wurde. Seitdem hat sie es sich zum Ziel gemacht, alle Drachen ihres Königreichs zu töten. Und mit ihnen die alten Geschichten. Denn ihr Vater möchte ein neues, ein besseres Königreich, ohne Drachen und ohne die alten Geschichten. Um das zu erreichen soll Asha den ersten Drachen – den Ursprung jener Geschichten töten, um einer Heirat mit dem ihr verhassten Kommandanten Jarek zu entgehen.

Doch Asha hat nur 7 Tage Zeit, um diese schwere, fast unlösbare Aufgabe zu vollbringen. Unerwarteterweise stellt sich Jareks Sklave Torwin auf ihre Seite, den Asha einmal vor Jareks Zorn bewahrt hatte. Als sie sich auf die Suche nach Kozu machen, stellt ein Gott der alten Geschichten Asha drei Geschenke zur Verfügung. Doch Asha darf mit diesen Dingen kein Unrecht begehen.

Langsam wandelt sich Ashas Bild auf die Drachen, und sie kommt einigen Geheimnissen auf die Spur, die ihr Vater versucht hatte, mit aller Macht vor ihr zu verbergen…..

Mir hat „ISKARI“ sehr gut gefallen, besonders gelungen fand ich die eingefügten alte Geschichten, die nochmal ein anderes Bild auf die Geschichte geworfen haben. Dadurch, dass diese Geschichten immer vor jenen Kapiteln eingegliedert wurden, die im Zusammenhang mit den Geschehen standen, konnte ich alles immer sehr gut mitverfolgen.

Das Einzige, was ich zu kritisieren habe, ist, das ich mir manchmal die Schauplätze und Landschaften nicht so gut vorstellen konnte. Ansonsten fand ich auch die Ideen der alten Geschichten sehr einfallsreich, sie passten auch immer genau mit den Handlungen zusammen. Die Hauptperson ist mir sehr ans Herz gewachsen, da sie nicht nur Stärken hat und sich auch manchmal ziemlich grundlegend irrt, da sie am Anfang sehr überzeugt von den Ansichten ihres Vaters war. Die Personen wurden gut charakterisiert und beschrieben, insgesamt auch ein sehr spannendes Buch, wie ich finde!

Iskari - Der Sturm naht
Iskari – Der Sturm naht
von Kristen Ciccarelli
416 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Heyne fliegt

Alina über „The Distance from me to you“

The Distance from me to you

Alina, 14 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „The Distance from me to you“ von Marina Gessner:

Das Buch handelt von einem 17-jährigem Mädchen, das im Laufe der Geschichte 18 Jahre alt wird. Sie liebt es zu wandern und hatte mit ihrer besten Freudin eine 6-monatige Wanderung geplant. Ihre Freundin ist jedoch am Tag vor dem Aufbruch abgesprungen, sie wollte ihren Freund nicht alleine lassen, da sie Angst hatte, er würde ihr fremd gehen. Kendra wollte diese Wanderung aber unbedingt machen, und so ging sie alleine. Ihre Eltern glaubten, sie wären zu zweit am Weg, und sie machten sich keine Sorgen. Ihr Freund brachte sie zum Anfang, an diesem Abend wollte er sein erstes Mal mit ihr haben, doch sie war noch nicht bereit.

Am nächsten Morgen wanderte Kendra los, doch sie hatte sich zu viel zugemutet und musste bei Einbruch der Dämmerung umkehren. Am nächsten Tag machte sie sich wieder auf den Weg und erklomm die schwierigste Stelle ihrer Wanderung. So wanderte sie nun ein paar Tage dahin. Sie bekam immer von allen Seiten gesagt, dass sie stolz auf sich sein könne, auch, wenn sie es nicht schaffe. Doch sie hatte nicht vor aufzugeben. Nach ca. 14 Tagen kam sie an einen Zeltplatz, wo ein paar junge Mädchen Campingurlaub machten, diese luden sie zum Essen ein, sie hatten auch einen Jungen zum Essen eingeladen, er heißt Sam.

Er war vor seinem Alkoholiker-Vater abgehauen und zu seinem Bruder gewandert, doch auch er war nicht besser als sein Vater, weshalb er bei ihm nicht bleiben wollte. Und so machte er sich wieder auf den Weg zurück. Die beiden flirteten an dem Abend ein bisschen, und es stellte sich heraus, dass sie über tausend Kilometer in die selbe Richtung gehen würden. Am nächsten Morgen begann Kendra ihre Wanderung bei Sonnenaufgang. Sam beobachtete sie und erklärte, dass sie sich bestimmt öfter über den Weg laufen würden, an diesem Abend machte ihr Freund mit ihr Schluss.

Sam ging von da an immer hinter Kendra und behielt sie im Auge. Er beschützte sie bei einem Übergriff von betrunkenen Männern. Und nach ein paar wochen des Immer-wieder-über-den-Weg-Laufens begannen sie gemeinsam zu wandern. Nach ein paar Tagen kamen sie alleine an einen Camping-Platz und hatten ihr erstes Mal. Am nächsten Tag wachte Kendra, die von Sam liebevoll Mack genannt wurde, alleine auf. Sam war weg. Er war abgehauen. Sie war stinkwütend und schwor sich, nciht mehr mit ihm zu reden, Stunden später lief sie an seinem Zelt vorbei, doch er schlief bereits. Erst am nächsten Tag kam er zu ihr und entschuldigte sich. Sie wanderten weiter und es dauerte, bs sie ihm verzieh, aber sie tat es.

So wanderten sie Wochen lang dahin. Nach einer Zeit kamen ihre Eltern drauf, dass sie alleine am Weg war, doch da Kendra zwei Wochen davor 18 wurde, konnten die Beamten nichts tun. Die beiden waren verliebt und verbrachten jede Minute zusammen. Es wurden sich viele Schauergeschichten am Lagerfeuer erzählt …

Bis Sam an einem Tag umbedingt vom Trail gehen wollte, um einen Wasserfall zu suchen, als er bereits in den Wald abgebogen war, traf Kendra den Mann der Schauergeschichten, er riet ihr ab, den Trail zu verlassen, doch sie folgte Sam.

Am nächsten Morgen brachen die beiden zu einer Tageswanderung auf und ließen ihr Zelt stehen. Sie gingen zu einem See und verbrachten dort ihren Tag, sie schliefen auch dort. Sam wollte am nächsten Morgen eine Forelle fangen gehen und schrieb Kendra eine Nachricht in den Sand, doch als Kendra aufwachte, hatte der Wind den Sand längst verweht und sie war fest davon überzeugt, er hätte sie schon wieder verlassen.

Also begann sie sich auf die Suche nach ihrem Zelt zu machen, doch verlief sch heillos im Wald, währenddessen fiel Sam einen Abhang hinunter und brach sich den Knöchel. Erst am nächsten Morgen fand sie ihn. Sie kletterten aus dem Loch und wanderten, sie stütze ihn auf der einen Seite, auf der anderen hatte er einen Stock, den ganzen Tag und die halbe Nacht, bis sie zu einer verlassenen Hütte kamen. Sie hatten fast kein Esse mehr und nur eine Wasserflasche. Sam konnte nur mit viel Schmerzmittel schlafen. Am Tag darauf waren komische Geräusche an der Tür, es war der Hund, den Kendra auf dem Weg öfter gefüttert hatte. Dieser Hund führte Kendra zu ihrem Zelt zurück und von dort aus zu dem Mann aus den Horrorgeschichten.Währenddessen war Sam vor Schmerzen im Fiebertraum und am Dehydrieren. Kendra und der Mann verständigten die Waldretter. Diese fanden Sam relativ schnell und brachten ihn außer Lebensgefahr.

Im Krankenhaus trennte sich Kendra von Sam. Sie ging zurück auf den Trail und beendete ihre Wanderung, Sam bekam einen Job und konnte sein Leben auf die Reihe bringen.

Ich mochte diese Geschichte sehr gerne, sie ist zwar überhaupt nicht das, was ich sonst lese, aber sie ist so spannend, dass man, wenn man durch die ersten Seiten durch ist, nicht mehr aufhören kann. Es ist eine sehr intime Liebesgeschichte, und daher nicht für sehr Junge geeignet. Diese Geschichte ist meiner Meinung nach für Menschen geeignet, die gerne Abenteuer- oder Liebesgeschichten lesen.

The Distance from me to you
The Distance from me to you
von Marina Gessner
327 Seiten; ab 14 Jahren
2017 ars edition

Leni über „Eden Summer“

Eden Summer

Leni, 16 Jahre aus Mils, rezensiert „Eden Summer“ von Liz Flanagan:

Der Tag beginnt wie jeder andere auch. Doch sobald Jess in der Schule ankommt, wird das Getuschel stärker, die Blicke deutlicher und Jess‘ Unverständnis größer. Was die wohl alle haben?

Als Jess in das Büro der Direktorin gerufen wird und ihr erklärt wird, dass ihre beste Freundin Eden gestern Abend nicht nach Hause gekommen ist, bricht ihre bis dahin perfekte Welt zusammen. Doch schnell wird ihr klar: Wenn jemand Eden finden konnte, dann sie. Immerhin kennen sich die beiden in- und auswendig.

Ob und wie Eden gefunden wird, ob sie bereits tot ist, oder noch gerettet werden kann, wird in dem Buch geschildert, das von nur einem einzigen Tag erzählt.

Das Buch war interessant und sehr angenehm zu lesen. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit von Jess und Eden haben gewisse Handlungen verständlich gemacht, und als Leserin habe ich beinahe das Gefühl gehabt, live bei allem dabei gewesen zu sein. Ich empfehle das Buch an alle, die Action und Freundschaft sowie Geheimnisse lieben.

Eden Summer
Eden Summer
von Liz Flanagan
368 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Aladin

Johanna über „Morgen lieb ich dich für immer“

Morgen lieb ich dich für immer

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Morgen lieb ich dich für immer“ von Jennifer L. Armentrout:

Das Buch handelt von einem Mädchen namens Mallory, die sich aufgrund schrecklicher Kindheitserfahrungen sehr schwer damit tut, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Schon als kleines Kind wird sie zu einer Pflegefamilie gebracht, in der sie aber geschlagen, verhöhnt und mental so eingeschüchtert wird, das sie bald kein Wort mehr spricht, bis sie schließlich im Alter von 12 Jahren diesem Alptraum entfliehen kann und zu einer besseren Pflegefamilie kommt. In all dieser Zeit ist ihr einziger Lichtblick Rider, ein Junge im etwa selben Alter, der sie vor dem Hausherren Henry beschützt und zu dem sie als Einzigen Vertrauen gefasst hat.

Als Mallory nach 4 Jahren Hausunterricht bei ihrer neuen Pflegefamilie beschließt, wieder an eine öffentliche Highschool zu gehen, trifft sie direkt am ersten Tag Rider wieder, mit dem sie sich, trotz der langen Zeit in der sie sich nicht gesehen haben, sofort wieder verbunden fühlt. Doch obwohl Mallorys schlimme Kindheit inzwischen 4 Jahre her ist, ist sie immer noch sehr unsicher, in sich gekehrt, spricht nicht viel und hat bis auf Ainsley (ein Mädchen, das mit ihr Hausunterricht hatte) auch nicht viele Freunde. Sie hat das Gefühl, immer noch in ihrer Vergangenheit festzustecken, ganz im Gegensatz zu Rider, der den Eindruck macht, nie eine solche gehabt zu haben. Rider ist gleich vom ersten Moment an sehr vertraut mit Mallory und beschützt und verteidigt sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Das war auch, was mich am Anfang gestört hat; Rider ist schon fast ZU selbstlos und erweckt den Eindruck, er kümmere sich nur um andere (Mallory, seine Freundin Paige, seinen Pflegebruder Jayden, der immer in Schwierigkeiten steckt…) und führe gar kein eigenes Leben.

Mallory kommt mir am Anfang sehr schwach vor und verlässt sich fast vollkommen auf Rider, ohne den sie wahrscheinlich ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre, was aber wegen ihrer gemeinsamen Kindheit verständlich ist.

Jedoch zieht sich der Anfang etwas schleppend dahin, es gibt einige Probleme mit Riders Freundin Paige, die seinen vertrauten Umgang mit Mallory sehr zu missbilligen scheint (verständlich), und deswegen Mallory teilweise sehr unfreundlich anspricht. Zwischen Rider und Mallory entwickelt sich nach und nach eine zarte Liebesgeschichte, die jedoch erst ab ungefähr der Hälfte des Buches richtig zum Vorschein kommt, als Rider mit Paige Schluss macht. Man merkt zwar schon am Anfang, dass es zwischen den beiden kribbelt, meiner Meinung nach aber hätte man den Anfang etwas straffen können, um der Geschichte etwas mehr Schwung und Spannung zu verleihen. Am Ende gibt es noch einige sehr überraschende und dramatische Wendungen, über die ich aber jetzt nichts Näheres verraten möchte.

Zusammenfassend fand ich den Schreibstil der Autorin sehr angenehm, es gibt (allerdings erst am Ende) sehr überraschende und emotionale Momente, die auch gut ausformuliert waren. Gestört hat mich allerdings, dass es fast keine Weiterentwicklung bei den Charakteren gab; Mallory wächst erst ab Ende des Buches richtig aus sich heraus und wird selbstbewusster; bei Rider jedoch hat man das Gefühl, er würde noch in der Vergangenheit feststecken. Er vertraut seinen Talenten nicht, hat seine Zukunft schon aufgegeben, bevor sie überhaupt beginnen konnte und irgendwie ist ihm sein Leben egal. So nach dem Motto :“Manchmal ist es einfacher, gleich aufzugeben als es zu versuchen.“ Mallory dagegen gewinnt im Laufe des Buches merklich mehr Selbstvertrauen und beginnt sich zu verändern, während hingegen bei Rider fast keine Veränderungen wahrzunehmen sind.

Ein weiterer Kritikpunkt (für den die Autorin aber nichts kann) ist der aus dem Englischem übersetzte Titel. In der Originalausgabe heißt das Buch nämlich „The Problem with Forever“, was ich weitaus bewegender fand als „Morgen lieb ich dich für immer“, da meiner Meinung nach dieser Titel dem Buch die Tiefe und Bedeutung nimmt.

Das Buch ist trotz mancher Schwächen sehr tiefgründig und dramatisch, von Liebe und Zärtlichkeit bis hin zu Enttäuschung und Trauer ist die ganze Palette an Emotionen dabei. Da das Buch aus der Ich-Perspektive von Mallory geschrieben wurde, konnte ich mich in sie sehr gut hineinfühlen, ebenso in alle anderen Charaktere. Auch fand ich die Geschichte sehr berührend, und sie hat mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Definitiv eine sehr bewegende Liebesgeschichte, jedoch nicht ganz meins, da sie wie gesagt etwas mehr Spannung und Raffung am Anfang gut vertragen hätte.

Morgen lieb ich dich für immer
Morgen lieb ich dich für immer
von Jennifer L. Armentrout
544 Seiten; ab 14 Jahren
2017 cbt

Kornelia über „Schattendiebin“

Schattendiebin - Die verborgene Gabe

Kornelia, 14 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „Schattendiebin – Die verborgene Gabe“ von Catherine Egan:

Das Buch hat einen Zauber, der mich eingehüllt und versklavt hat, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Die Geschichte von Julia ist wunderschön erzählt. Nie wird es einem langweilig, da so viel passiert. Es wirkt aber auch nicht überladen, und die Ereignisse sind gut formuliert und ausgearbeitet. Die Magie der Geschichte ist fesselnd und lässt den Leser nicht los, auch wenn das Buch geschlossen ist und im Schrank steht.

Ich habe das Buch sehr gut gefunden und würde es auch sofort weiter empfehlen!

Schattendiebin - Die verborgene Gabe
Schattendiebin – Die verborgene Gabe
von Catherine Egan
416 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Ravensburger