Zoe über „Der Himmel über Appleton House“

Der Himmel über Appleton House

Zoe, 12 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „Der Himmel über Appleton House“ von S. E. Durrant:

Ira und ihr Bruder Zac reisten in London von Menschen zu Menschen, weil ihre Eltern sich nicht um sie kümmern konnten. Mit neun und sieben Jahren kamen sie nach Skilly House, ein Kinderheim aus dem Jahre 1887. Ira und Zac waren entsetzt, doch es wurde halb so schlimm. Zwar war Skilly House nicht gerade der Lieblingsort der beiden, aber Silas und Hortense waren sehr nett.

Als Ira und Zac in den Ferien das erste Mal in den Urlaub fuhren, war es toll, aber es gab ein paar kleine Probleme, die für Martha, die Gastgeberin ohne Kinder, nicht immer leicht zu lösen waren. Als Ira und Zac nochmal in den Urlaub durften, fuhren sie wieder zu Martha, und für Zac als Hundeliebhaber gab es eine Überraschung: Martha hatte einen Hund. Doch eines Tages sah Zac im Fernsehen ein Gesicht, das seiner Schwester Ira bis aufs Haar glich: Mama!

Ein paar Tage später kam Zac auf einem Marktplatz auf die Idee, in einen Bus nach London zu reisen und seine Mutter zu suchen. Es gab eine Katastrophe. Zurück in Skilly gab es eine Nachricht von Martha: Sie durften wieder kommen und zwar für immer.

Ein tolles Buch für alle Leute, die ein Herz haben, das Traurigkeit und Fröhlichkeit in einem aushält.

Der Himmel über Appleton House
Der Himmel über Appleton House
von S. E. Durrant
240 Seiten; ab 12 Jahren
2017 Königskinder

Anna-Lena über „Meine happy crazy Großfamilie“

Meine happy crazy Großfamilie

Anna-Lena, 12 Jahre aus Innsbruck, schreibt über „Meine happy crazy Großfamilie oder mein erster Roman mit 15 ¾“ von Caitlin Moran:

Der vorliegende Roman wurde 1992 von Caitlin Moran im Alter von 15 Jahren geschrieben und 2017 ins Deutsche übersetzt. Der Untertitel des Romans „Mein erster Roman mit 15 3/4“ bezieht sich auf diese Erfahrung, die im Vorwort näher erzählt wird. Ob die Hauptperson der Geschichte Morag mit der Autorin Moran zu tun hat, lässt der Roman offen.

Die 15-jährige Morag hat überhaupt keine Lust mehr, in die Schule zu gehen und sich mit langweiligen Inhalten zu befassen. Sie fragt ihre Eltern, ob sie sie denn nicht aus der Schule abmelden könnten. Unerwartet kommen die Eltern ihrem Wunsch nach und beschließen, Morag und ihre Geschwister zu Hause zu unterrichten. Doch dazu kommt es nie wirklich…

Erzählt wird vielmehr von den absonderlichen Eigenheiten der Familie Narmo, die ständig in Geldnot ist, dem alltäglichen Chaos der Familie und den kleinen, oftmals skurrilen Abenteuern, die die Kinder („die Trolle“) mit ihren Eltern erleben. So kauft der Vater beispielsweise vom Geld der Oma Fledermaus einen ‚neuen’ Camper für eine Reise nach Schottland, der aber kaputte Bremsen und ein löchriges Dach hat, was die Reise schwierig werden lässt.

Ein leicht zu lesender Roman mit vielen lustigen Einfällen, eigenwilligen Geschichten und Figuren, der mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Allerdings wechselt der Roman oftmals sehr unvermittelt von einer Figur/Schauplatz/Handlung zur einer anderen, was verwirrend ist. Wer komische Geschichten mag und gerne lacht, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Meine happy crazy Großfamilie
Meine happy crazy Großfamilie
von Caitlin Moran
192 Seiten; ab 12 Jahren
2017 Cbt

Tobias über „So oder so ist das Leben“

So oder so ist das Leben

Tobias, 13 Jahre aus Birgitz, bespricht „So oder so ist das Leben“ von Marie-Aude Murail:

In diesem Buch geht es um die so ziemlich unglücklichste Familie der Welt, Papas Praxiskollegen, und wie sie es schaffen, aus ihrem Unglück herauszukommen. Violaine, die älteste Tochter ist schön, aber sie findet nicht den richtigen Freund. Als sie dann von ihrem letzten Freund schwanger ist, ist das Chaos perfekt.

Ihre kleine Schwester züchtet alle möglichen Wesen auf ihrem Handy, aber sie ist clever und hilft Violaine. Der Bruder ist laut Violaine blöd und oberflächlich, aber Gott sei Dank hat sie noch ihre Freundin Adelaide, die ihr beim Abtreiben hilft. Blöd nur, dass der Arzt für das Abtreiben der unbeliebte Assistenzarzt von Violaines Papa ist, und sich Violaine in den jungen Mann verliebt. Aber lest selbst…

Die Autorin Marie-Aude Murail stammt aus Frankreich und studierte Philosophie. Sie wurde schon mit vielen Jugendbuchpreisen in Frankreich ausgezeichnet, und bekam für ihr zweites Buch „Simpel“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. Sie schrieb auch andere Bücher wie zum Beispiel „Über kurz oder lang“. Es lohnt sich auf jeden Fall mal auf dieser Seite nachzuschauen, und die Bücher von Marie-Aude Murail zu sehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es zeigt, dass auch die schlimmsten Probleme des Lebens eine Lösung haben können. Ich empfehle es für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, da Teile des Buchs etwas „schwierig“ sein könnten.

So oder so ist das Leben
So oder so ist das Leben
von Marie-Aude Murail
256 Seiten; ab 14 Jahren
2014 Fischer KJB

Tobias über „Drei für immer“

Drei für immer

Tobias, 13 Jahre aus Birgitz, bewertet „Drei für immer“ von Marie-Aude Murail:

In dem Buch geht es um drei Geschwister, Simeon (15, hochbegabt, macht das Abitur), Morgane (9, hat schon eine Klasse überspringen) und Venise (6). Der Vater hat die Familie verlassen und ist spurlos verschwunden, und die Mutter ist gestorben. Jetzt geht es um die Vormundschaft, und es sind die beiden zerstrittenen Halbgeschwister der drei Kinder, Bart leiblich, Josiane adoptiert als möglich herbeigerufen worden.

Sie streiten die ganze Zeit, und jeder will einen anderen / eine andere der Kinder, aber die haben sich geschworen, zusammen zu bleiben. Bart und Simeon wachsen zusammen, als Bart mithilft, Simeon von der Krankheit Leukämie zu heilen, und schlussendlich finden alle eine Lösung, die ihnen passt.

Die Autorin Marie-Aude Murail stammt aus Frankreich und studierte Philosophie. Sie wurde schon mit vielen Jugendbuchpreisen in Frankreich ausgezeichnet und bekam für ihr zweites Buch „Simpel“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. Sie schrieb auch andere Bücher, wie zum Beispiel „Über kurz oder lang“ oder „SO oder so ist das Leben.“ Es lohnt sich auf jeden Fall mal auf dieser Seite nachzuschauen, um die Bücher von Marie-Aude Murail zu sehen.

Ich finde das Buch sehr spannend und interessant, da es unter anderem zeigt, wie sich völlig verschiedene Menschen sehr nahe kommen können. Die Geschichte von Simeon und seinen Geschwistern „schrammt“ sehr oft am Tod vorbei, daher ist dieses Buch für Kinder ab 12 Jahren weiterempfehlbar.

Drei für immer
Drei für immer
von Marie-Aude Murail
256 Seiten; ab 12 Jahren
2010 Fischer Taschenbuch

Marie über „Mädchen aus Papier“

Mädchen aus Papier

Marie, 13 Jahre aus Innsbruck, bespricht „Mädchen aus Papier“ von Sina Flammang:

Mari fühlt sich wie eine Fälschung. Ihre Schwester Annika ist das verschwundene Wunderwerk. Doch als Maris seit 12 Jahren vermisste Schwester plötzlich auftaucht, bricht das Chaos los. Ihre Eltern spielen heile Welt, doch Mari weiß nicht, was sie denken soll. Annika schmuggelt Alkohol ins Haus, stiehlt Gegenstände aus dem Haus und vergräbt sie im Grab einer gewissen Barbara. Maris Eltern wissen von diesen Dingen, doch aus Angst, ihre Tochter noch einmal zu verlieren, unternehmen sie nichts dagegen.

Als Mari es nicht mehr aushält in ihrer Familie, fährt sie mit ihrer Freunden Clementine und ihrem Freund Ole nach Italien und erlebt das Abenteuer ihres Lebens.

Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Es hat eine interessante Handlung und ist sehr spannend. Das Einzige, das mir persönlich nicht gefallen hat, ist der Schreibstil. Vor allem am Anfang wurden sehr viele von Maris Gefühlen sehr genau beschrieben und mit anderen Gefühlen verglichen. Da ich lieber klare Beschreibungen mag, hat mich das etwas gestört. Allerdings kenne ich viele Leute, denen genau das gefällt.

Mädchen aus Papier
Mädchen aus Papier
von Sina Flammang
352 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Cbt

Johanna über „Mein Leben nebenan“

Mein Leben nebenan

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, bewertet „Mein Leben nebenan“ von Huntley Fitzpatrick:

Das Buch wird aus der Sicht von Alice und Tim erzählt, zwei Jugendlichen, die sich im Laufe des Buches ineinander verlieben werden. Während Tim am Anfang des Buches noch unter seiner Alkoholsucht leidet, ist Alice der ständige Kontrollfreak, die alles in den Griff bekommen will, und Probleme am Liebsten im Alleingang zu meistern versucht. Keine leichte Aufgabe in einer mehrköpfigen Großfamilie. Da Alices Vater bei einem Autounfall schwer verletzt wurde, muss sie seitdem viel im Haushalt mithelfen und auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen, was sie manchmal als sehr stressig empfindet, da sie einfach nicht die Geduld besitzt, sich viel mit ihren Geschwistern zu beschäftigen.

Als Tim, der Freund von Alices Bruder, auch noch in das Haus mit einzieht, fliegen so manchmal die Fetzen zwischen den beiden. Alice kann nicht verstehen, warum Tim sein Leben so egal zu sein scheint, während hingegen Tim, der schon immer heimlich in sie verliebt war, ihr zu zeigen versucht, dass er doch nicht der Chaot ist, für den Alice ihn hält. Obwohl Alice Tim am Anfang nicht so gut leiden konnte, fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Zusammen müssen sie sich einigen Problemen in den Weg stellen, unter anderem Alices eifersüchtigem Ex-Freund Brad, und dann ist da noch Tims kleines Geheimnis, für dass er alles täte, um es vor Alice zu verstecken…..

Ich fand das Buch gut geschrieben, vor allem das abwechselnde Erzählen von Tim und Alice hat mir gut gefallen. Da ich wusste, dass dieses Buch einen Vorband hat, den ich gelesen habe, habe ich mich gut in die Geschichte hineinfinden können. Allerdings würde ich empfehlen, zuerst den ersten Band „Meine Sommer nebenan“ zu lesen, da man dann vor allem die Geschichte mit dem Autounfall besser verstehen kann.

Auch die Geschichte zwischen den beiden ist nachvollziehbar gestaltet, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass das Buch etwas spannender gestaltet wäre, aber das ist bei einer Liebesgeschichte ein etwas schwieriges Unterfangen.

Jedenfalls ein sehr gutes Buch, dass seine Zeit wert ist, aber bitte zuerst den ersten Band lesen, dann versteht man alles gleich viel besser!

Mein Leben nebenan
Mein Leben nebenan
von Huntley Fitzpatrick
512 Seiten; ab 12 Jahren
2016 Cbj

Leni über „Als ich dich suchte“

Als ich dich suchte

Leni, 15 Jahre aus Mils, rezensiert „Als ich dich suchte“ von Lauren Oliver:

Dara, die Schwester von Nick, kommt bei einem verhängnisvollen, aber auch merkwürdigem Unfall ums Leben. Nick weiß nicht mehr so recht, warum sie zu schnell auf der nassen Fahrbahn war und warum sie von der Spur abkam und gegen den Felsen fuhr. Nick kann und will den Tod ihrer Schwester nicht einsehen und schlüpft immer wieder in ihre Erinnerungen, versetzt sich in ihr Leben und lebt mit den gemeinsamen Erinnerungen der lebenden Dara weiter. Durch Zufall und mehrere Erlebnisse kommt Nick schließlich drauf, dass Dara wirklich tot ist. Und was läuft eigentlich mit Parker?

Ein spannender Einblick in das zerstörte Leben eines jungen Mädchens. Die Geschichte ist mitreißend, fesselnd, aber leider auch ein bisschen verwirrend. Dadurch, dass Nicks Geschichte zwischen vor und nach dem Unfall hin und her springt, war ich mir manchmal nicht sicher, ob das in der Vergangenheit oder Gegenwart stattfindet. Trotz allem ist die Geschichte berührend, un ich empfehle sie gerne weiter.

Als ich dich suchte
Als ich dich suchte
von Lauren Oliver
368 Seiten; ab 13 Jahren
2017 Carlsen

Mirjam über „Ich gebe dir die Sonne“

Ich gebe dir die Sonne

Mirjam, 14 Jahre aus Natters, bespricht „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson:

Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen, es war die perfekte Mischung von Trauer, Wut, Freude und Sarkasmus, Freude und Hoffnung. Es gab richtige Feuerwerke aus Emotionen.

Es geht und die Zwillinge Noah und Jude. Dieses Buch wird in einer Art Tagebuch erzählt, wobei die zwei immer abwechselnd und von verschiedenen Zeiten erzählen.

Sie erzählen, was passiert ist, dass sie nach 16 Jahren so gut wie gar nichts mehr miteinander reden. Sie erzählen, warum sie Dinge getan haben, die dem anderen nur geschadet haben. Sie erzählen, was sie in ihrem eigenen Leben erleben, Dinge, die dem anderen mehr vergönnt werden und wie sie damit umgehen. Sie erzählen, wie sehr sie den anderen eigentlich vermissen und irgendwie keiner den ersten Schritt zur Versöhhung machen möchte.

Zwei Menschen, so gleich und doch so verschieden. Und ihre Geschichte, wie sie wieder zueinander finden. Ein langer Weg, ein Weg der Versöhnung und der Geschwisterliebe…

Ich gebe dir die Sonne
Ich gebe dir die Sonne
von Jandy Nelson
480 Seiten; ab 14 Jahren
2016 Cbt

Mirjam über „PaulaPaulTom ans Meer“

PaulaPaulTom ans Meer

Mirjam, 13 Jahre aus Natters, bespricht „PaulaPaulTom ans Meer“ von Gabi Kreslehner:

Das Buch war in einer eher ungewöhnlichen Art geschrieben, aber sehr berührend und ergreifend.

Paula wird von ihren Eltern beauftragt, ihren älteren Bruder Paul, der in einer betreuten Wohnung lebt, abzuholen.
Auf den Weg dorthin trifft sie Tom, die zwei sitzen in einem gemeinsamen Zugabteil…

Als sie dann mit Paul wieder zurückfahren will, treffen sie erneut auf Tom. Und Paul und Tom wollen in den Zug ans Meer einsteigen. Nachdem sie eine Entscheidung getroffen haben, machen sie sich auf den Weg. Nur die drei. Ohne Eltern. Ans Meer.

PaulaPaulTom ans Meer
PaulaPaulTom ans Meer
von Gabi Kreslehner
ab 14 Jahren
120 Seiten, Tyrolia

Mirjam über „Apple und Rain“

Apple und Rain

Mirjam, 13 Jahre aus Natters, bespricht „Apple and Rain – Eine Geschichte, die gebrochene Herzen heilt“ von Sarah Crossan:

In diesem Buch geht es um ein 14-Jähriges Mädchen namens Apple. Ihre Mutter verlässt sie, als Apple noch ein kleines Kind ist und sie wächst seither bei ihrer Großmutter auf. Doch eines Tages steht ihre Mutter plötzlich vor ihr – sie ist zurück gekommen und mit ihr eine weitere Überraschung, von der Apple nichts wusste… Sie beschließt zu ihrer Mutter zu ziehen und irgendwie landet alles im Chaos.

Dieses Buch ist einerseits sehr traurig und gefühlsvoll, wegen den Problemen, Wünschen und Sehnsüchten, der im Buch spielenden Personen. Es gibt aber auch lustige Stellen, weil dann für einen kurzen Moment doch alles perfekt scheint…

Mich hat die Geschichte ansich sehr berührt und ich wünsche keinem Kind dieser Welt, dass seine Familie irgendwie auseinanderbricht.

Apple und Rain
Apple und Rain
Eine Geschichte, die gebrochene Herzen heilt
von Sarah Crossan
320 Seiten; ab 12 Jahren
2016 Cbt