Johanna über „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“

So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Johanna, 14 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“ von Sabine Schoder:

Dieses Buch ist die Geschichte von Jay und Viki, die schon seit dem ersten Band (namens „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“) ein Paar sind. Doch gleich am Anfang des Buches ist es mit der bisherigen Harmonie vorbei. Vicki glaubt, Jay würde sie betrügen und schmeißt ihn kurzerhand mitsamt seinem Hund aus der gemeinsamen Wohnung. Jay zieht daraufhin bei seinem Kumpel Dave ein, mit dem er zusammen mit zwei anderen Freunden in einer Rockband spielt. Kurz darauf kommt Vickys Freundin Mel angereist und versucht die Versöhnung von Vicky und Jay herbeizuführen, was ihr allerdings anfangs nicht gelingt, da sich beide immer noch weigern, miteinander zu sprechen.

Als dann auch noch ein Missverständnis auf einer Party passiert, bei dem sich Jay von einem anderen Mädchen küssen lässt und dadurch Vickys Theorie bestätigt, ist ihr Vertrauen in ihn endgültig dahin. Jay bemerkt, dass Vicky ihn zusammen mit dem Mädchen gesehen hat und macht sich zu ihrer gemeinsamen Wohnung auf, wo er sie allerdings nicht finden kann, da Vicky, die nach dieser Aktion ziemlich fertig ist, bei Mel übernachtet. Als Vicky bald darauf von Dave erfährt, dass Jay ihr niemals untreu und der Kuss zwischen dem Mädchen und ihm nur ein Versehen war, steht einer Versöhnung eigentlich nichts mehr im Wege.

Diesen Part (von der Party bis zur wirklichen Versöhnung) fand ich allerdings etwas zu langwierig und ausschweifend. Dafür wird es aber am Ende umso rasanter. Vicky entdeckt etwas (vom dem ich allerdings hier nichts Genaueres verraten möchte; denn dann wäre die Spannung auf das Ende dahin), was ich mir persönlich schon seit einer seltsamen Diagnose des Augenarztes gedacht habe. Ihr dürft also gespannt sein! Am Ende gibt es noch einige (teils sogar dramatische) Wendungen und Überraschungen, die aber schlussendlich alle auf ein Happy End hinauslaufen.

„Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ ist sehr unterhaltsam und witzig geschrieben; ich habe sogar teilweise wegen einer besonders lustigen Formulierung leise in mich hinein gelacht. Dazu kommt, dass das Buch abwechselnd aus Vikis, Jays, Mels und Daves Perspektive erzählt wird, was dem Ganzen noch zusätzlich etwas mehr Schwung verleiht und wodurch auch der Leser angehalten wird, selbst mit zu fiebern. Der Schreistil der Autorin ist sehr flüssig, nur in der Mitte hätte die Geschichte etwas mehr Raffung vertragen können.

Im Buch reiht sich ein Ereignis an das andere und mir wurde dadurch trotz der relativ leichten Story nie langweilig. Teilweise fand ich das Buch jedoch etwas schwierig zu verstehen, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe und dadurch nur wenige Hintergrundinformationen kannte. In diesem Band gibt es jedoch auch einige Rückblicke, wodurch die Geschichte für mich etwas verständlicher und klarer, z.B. auf Jays früheren Hirntumor, wurde.

Ich hatte eher geringere Erwartungen an dieses Buch, da ich aufgrund des Klappentextes eine eher klischeehaftere Geschichte ohne besondere Ereignisse oder Spannung erwartet hatte, die sich aber im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Das Buch hat mich vor allem wegen seines authentischen und unterhaltsamen Schreibstils absolut überzeugt und ist definitiv mehr als nur eine „normale“ Alltagsliebesgeschichte!!!

So was passiert nur Idioten. Wie uns.
So was passiert nur Idioten. Wie uns.
von Sabine Schoder
268 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Fischer KJB

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