Lena über „Hundert Stunden Nacht“

Hundert Stunden Nacht

Lena, 14 Jahre aus Innsbruck, bewertet „Hundert Stunden Nacht“ von Anna Woltz:

Emilia de Witt, ein 14-jähriges Mädchen aus Holland ist auf der Flucht nach New York. Zu Hause war sie nur noch ein Mobbingopfer der gesamten Holländerinternetforen, alles nur wegen ihres Vaters. Um ja vorbereitet zu sein, hat sie alle wichtigen Informationen im Voraus ausgedruckt und sogar die erste Miete für ihr neues Zuhause bezahlt.

Als sie dort ankommt, stellt sich heraus, dass es die Wohnung, die sie gemietet hat, gar nicht gibt. Sie war auf einen Gauner hineingefallen und hatte ihm viel Geld überwiesen. Sie muss sich dringend ein Quartier suchen, um dort über Nacht zu bleiben. Allerdings darf man als Minderjährige kein Hotelzimmer mieten und ihr bleibt also nichts anderes übrig, als auf der Straße zu schlafen, obwohl sie schreckliche Angst vor Bakterien und Dreck hat.

Nun ist sie sich sicher: Sie zeigt nicht dem Universum den Mittelfinger, indem sie abhaut, sondern genau umgekehrt. Dann lernt sie aber drei Jugendliche kennen, bei denen sie kurzerhand übernachten kann. Ein Orkan zieht auf und die vier eröffnen ein Orkanasyl. Während der Strom ausfällt und die Hälfte New Yorks völlig dunkel bleibt, fühlt Emilia sich geborgen und erlebt ihre Zeit des Lebens. Doch auch irgendwann holt Holland und der ganze Schlamassel sie wieder ein…

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da ich es mir wirklich spannend und aufregend vorstelle, in einer Stadt ohne Strom zu leben. Allerdings erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass Emilia zwar alles ausdruckt, aber vergisst nachzusehen, ob es ihre Wohnung gibt. Ein wirklicher Zufall, dass sich der Nachbarsjunge gerade den Finger fast abgeschnitten hat, sie zwei weitere Kinder kennen lernt und ein Orkan ihren Vater daran hindert, seine Tochter nachhause zu holen.

Hundert Stunden Nacht
Hundert Stunden Nacht
von Anna Woltz
256 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Carlsen

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