Johanna über „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Johanna, 13 Jahre aus Breitenbach, rezensiert „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ von Nicole Boyle Rodtnes:

In diesem Buch geht es um ein Mädchen, das Vega heißt und an Aphasie erkrankt ist. Sie kann seit einem Sturz in ein Schwimmbecken, bei dem Teile des Sprachzentrums im Gehirn abgestorben sind, nicht mehr schreiben, nur unter großer Anstrengung lesen und keine ganzen Sätze mehr bilden. Doch nun kommt immer mehr ihre Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall zurück und Vega ist davon überzeugt, dass sie nicht gefallen ist, sondern von jemandem in das Becken gestoßen wurde. Theo, ein Junge, den sie in einem Kurs über Aphasie kennen gelernt hat, unterstützt sie nach besten Kräften dabei, obwohl auch sein Sprachzentrum nach einem Tauchunfall schwer geschädigt ist. Während Theo immer weiter Fortschritte mit seiner Sprache macht, versucht Vega herauszufinden, wer der vermeintliche „Schubser“ ist. Als sie es herausfindet, ist sie zuerst geschockt, doch schließlich findet sie sich damit ab, vor allem, weil sich ihre Sprache sehr zum Besseren gewandt hat.

Ich mochte das Buch sehr, vor allem fand ich es gut, dass in jedem 2. oder 3. Kapitel ein kleines Puzzlestück von Vegas Erinnerung zurückkommt und auch der Leser langsam herausfindet, um wen es sich bei dem „Schubser“ handelt. (Ich war sehr überrascht, um wen es sich bei dem „Schubser“ handelte.) Auch fand ich die Nebenhandlung mit ihrem Vater, der ein Sternenforscher ist, sehr gut gelungen, denn wenn ein Stern abstirbt, sehen wir immer noch das Licht von ihm, obwohl er längst erloschen ist. Daher ist auch der Titel des Buches passend. Nur manchmal konnte ich mir die Personen nicht so genau vorstellen, was sie sich dachten und ihre Gefühle, da immer nur aus der Sicht von Vega beschrieben und nicht so auf die anderen Charaktere eingegangen wird. Diese Sinneseindrücke hätte man noch etwas besser schildern können. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, auch die Botschaft, dass wir uns glücklich schätzen können, dass wir jeden Tag genau sagen und ausdrücken können, wie es uns geht und was wir denken.

(Ich möchte aber noch auf einen Fehler im Buch hinweisen, der aus meiner Sicht daraus entstanden ist, dass man sich vor dem eigentlichen Schreiben kein genaues Bild von den Personen im Buch gemacht hat: Auf S. 44 sind Theos Augen als hellblau beschrieben, dagegen auf S.159 ist ihre Farbe braun. Ich hoffe, dass dieser Fehler behoben wird, egal ob nun die Augen braun oder blau werden.)

Wie das Licht von einem erloschenen Stern
Wie das Licht von einem erloschenen Stern
von Nicole Boyle Rodtnes
ab 14 Jahren
243 Seiten, Beltz

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