Sarah über „Den Mund voll ungesagter Dinge“

Den Mund voll ungesagter Dinge

Sarah, 13 Jahre aus Innsbruck, rezensiert „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag:

Die Mutter von Sophie hat die Familie unmittelbar nach ihrer Geburt verlassen. Sophie ist in der Maturaklasse, als ihr Vater sich entscheidet, mit seiner neuen Freundin nach München umzuziehen. Sophie fühlt sich einsam und verloren, bis sie Alex kennenlernt, ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Sie ist mit Clemens zusammen, fühlt sich aber von Sophie sehr angezogen. Sie kommen sich näher, bis sie sich einmal in einem Einkaufszentrum küssen. Als ihre Familie eine Reise nach San Francisco unternimmt, bleibt Sophie in München und geht zwei Woche mit Alex zelten. Die beiden Freundinnen schlafen mehrere Male miteinander und sind total verliebt. Als Sophie aber in einer Disco sieht, dass Alex Clemens küsst, will sie sie verletzen …

Alex und Sophie streiten heftig deswegen. Sophie ist so verzweifelt, dass sie mit ihrer Stiefmutter über alles spricht, die sie tröstet. Nach der Matura schickt Alex Sophie ihr Tagebuch, in dem deutlich wird, dass sie sie immer noch liebt. Sophie ist so berührt, dass sie zu Alex zurückkehrt und ihrer Liebe eine zweite Chance gibt.

Der Schreibstil ist sehr authentisch, vor allem die Erzählungen von Sophie, die als Ich-Erzählerin in einzelnen Kapiteln auftritt. Die Kapitel sind nicht sonderlich lang, und das schafft eine besondere Atmosphäre. Es fehlen ausführliche Beschreibungen, denn es geht um Gefühle und Eindrücke. Das Thema gleichgeschlechtliche Liebe wird im Großen und Ganzen sehr einfühlsam behandelt, aber manchmal fand ich die Sexszenen eher schockierend.

Den Mund voll ungesagter Dinge
Den Mund voll ungesagter Dinge
von Anne Freytag
400 Seiten; ab 14 Jahren
2017 Heyne

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