Clara über „Das Jahr, in dem ich Lügen lernte“

Das Jahr, in dem ich lügen lernte

Clara, 12 Jahre aus Igls, rezensiert „Das Jahr, in dem ich Lügen lernte“ von Lauren Wolk:

In dem Buch geht es um ein elfjähriges Mädchen namens Annabelle, das mit ihren zwei jüngeren Brüdern und ihren Eltern während des Zweiten Weltkrieges auf einer Farm in Amerika lebt. Ihr Leben ist schön, bis ein älteres Mädchen namens Betty in ihr Dorf zieht.

Betty droht Annabelle auf dem Schulweg, sie zu schlagen, wenn sie ihr am nächsten Tag nichts mitbringt. Am nächsten Morgen wird Annabelle von Betty mit einem Stock geschlagen, obwohl sie einen Penny für Betty dabei hat. Sie erzählt ihren Eltern nichts davon, da Betty droht, dass sie sonst Annabelles kleinen Brüdern weh tun würde. Alle haben Angst von ihr. In der Schule hat Betty nur einen einzigen Freund. Mit Andy versteht sie sich gut.

Eines Tages, als Annabelle mit ihrer besten Freundin Ruth im Schulhof spielt, kommt ein netter Deutscher, Mr. Anselm, mit seinem Pferdegespann vorbei. Er ist auf dem Weg zum Markt. Er unterhält sich mit Annabelle und Ruth, bis ein Stein vom Hügel daneben heruntergeworfen wird. Der Stein trifft Ruth am Auge, woraufhin sie es verliert. Alle vermuten, dass der Werfer eigentlich den Deutschen treffen wollte, da damals ihr Land mit Deutschland sehr verfeindet war. Betty behauptet, dass sie vom Glockenturm aus gesehen hätte, wer den Stein geworfen hat. Sie beschuldigt einen ehemaligen Soldaten Amerikas namens Toby, der jeden Tag ohne Ziel mit seinen drei Gewehren am Rücken wie ein Landstreicher herumläuft und etwas eigenartig ist. Doch Annabelle glaubt ihr nicht. Sie denkt, Toby würde so etwas nicht machen und sie glaubt, dass Betty selbst den Stein heruntergeworfen hätte. Kurz darauf verschwinden Betty und Toby…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es darin nie langweilig wird. Annabelle ist mir sympathisch, weil sie sich für andere einsetzt. Sie muss zwar manchmal Notlügen gebrauchen, um zum Beispiel Toby zu helfen, aber am Schluss haben alle dafür Verständnis und bewundern sie für ihren Mut. Ein paar Stellen in dem Buch sind ziemlich brutal, und es gibt leider ein trauriges Ende.

Das Jahr, in dem ich lügen lernte
Das Jahr, in dem ich lügen lernte
von Lauren Wolk
272 Seiten; ab 12Jahren
2017, Hanser

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