Sonja über "Anna und der Schwalbenmann"

Anna und der Schwalbenmann

Sonja, 12 Jahre aus Sistrans, bewertet „Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit:

Das Buch spielt im Zweiten Weltkrieg in Krakau, in der Juden und Intellektuelle verfolgt und ermordet wurden.

Im Jahr 1939 kommt der Vater der erst siebenjährigen Anna nicht mehr zurück von der Arbeit. Als Anna diese Tatsache begreift und niemanden in der ganzen Stadt hat, an den sie sich wenden kann, geht sie auf die Straße und dort trifft sie einen Mann: Er ist groß, dünn, sieht streng aus und fasziniert Anna. Er ruft für die weinende Anna eine Schwalbe herbei. Sie bemerkt, dass er genau so viele Sprachen spricht, wie sie und ihr Vater, und da fasst sie Vertrauen zu ihm. Sie überzeugt ihn, sie mitzunehmen, und weil sie ihn zum Lachen bringt, tut er es. Doch ihre Reise ist gar nicht leicht, denn wer gefunden wird, muss sterben.

Das Buch ist sehr traurig und beängstigend. Trotzdem habe ich es verschlungen, weil es mir gefallen hat. Es hat mich berührt, dass Anna in der Ich-Form schreibt. Manche Stellen fand ich besonders schön:
„Sind wir im Krieg?“
Der Schwalbenmann zögerte aber nicht lange. „Ja.“
„Gegen wen? Gegen ihn?“
„Nein. Gegen niemanden. Für uns.“

Anna und der Schwalbenmann
Anna und der Schwalbenmann
von Gavriel Savit
ab 14 Jahren
272 Seiten, Cbt

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