Anna-Viktoria über "Walled City"

Walled City

Anna-Viktoria, 15 Jahre aus Lienz, schreibt über „Walled City“ von Ryan Graudin:

Es gibt 3 Überlebensregeln in Hak Nam – der Stadt hinter den Mauern:

1.) Lauf, so schnell du kannst.
2.) Traue niemandem.
3.) Trag immer ein Messer bei dir.

Diese Regeln begleiten 3 von Grund auf verschiedene Jugendliche, … :

Jin:
ist in Wahrheit ein Mädchen. Doch es wäre ihr sicherer Tod, wenn das in der brutalen Stadt hinter den Mauern ans Licht kommen würde. Der einzige Grund, weswegen sie sich freiwillig in die Walled City begeben hat, war der, ihre Schwester Mei Yee zu finden, die ihr Vater an die Schnitter verkauft hat und jetzt in einem Bordell arbeiten muss.

Mei Yee:
befindet sich in einem von Longwai (Anführer der Bruderschaft) geführten Bordell und muss für ihn arbeiten. Als eines Tages ein unbekannter Junge vor ihrem Fenster auftaucht, sie um Hilfe bittet und sie im Gegenzug verspricht zu befreien, ist es um sie geschehen. Mei Yee erkennt ihre einzige Chance endlich aus dem Bordell herauszukommen und beginnt ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.

Dai:
stammt eigentlich aus reichen Verhältnissen. Und dennoch ist er in Hak Nam. Er muss innerhalb von 18 Tagen an Longwais wertvollsten Besitz (ein Buch mit seinen wichtigsten geschäftlichen Aufzeichnungen) kommen, sonst droht ihm eine lange Gefängnisstrafe. Seine Tage sind gezählt und er weiß, dass er sich Verbündete suchen muss, um diesen Wettstreit gegen die Zeit zu gewinnen.

… , die sich der übermächtigen und unbarmherzigen Bruderschaft des Roten Drachen, die in Hak Nam so gut wie alles und jeden besitzen, stellen. Doch die Zeit läuft …

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, die einem viele unterschiedliche Eindrücke, Gefühle und Auffassungen vermitteln. Die Personen sind auf emotionale Weise eng miteinander verstrickt und haben auf ihre eigene Weise die gleiche Mission. Besonders der Realitätsbezug (Walled City hat es wirklich gegeben) war sehr interessant für mich. Durch die Anmerkung der Autorin und die Bilder am Ende des Buches, aber auch durch die Geschichte, bekommt man einen guten Einblick, wie das Leben dort gewesen sein muss.

Es ist erschreckend, informativ und faszinierend zugleich und regt zum Nachdenken an. Die Geschichte an sich ist von viel Spannung, Gefühlen und Kampfgeist geprägt. Sie zeigt, dass man sein Schicksal nie hinnehmen muss, dass es immer einen Weg gibt. Zum Glück endet dieses tolle Buch mit einem Happy-End. Das Buch hat mich sehr beeindruckt, und ich kann es nur jedem empfehlen, der auf actionreiche Abenteuer gebündelt mit Emotionen steht.

Walled City
Walled City
Lauf, so schnell du kannst. Traue niemandem. Trage immer ein Messer bei dir.
von Ryan Graudin
ab 14 Jahren
432 Seiten, Rowohlt Tb

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